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D&O: Preise sinken und bessere Bedingungen

08.05.2015 – michael_rieger-goroncy_lieTrotz hoher Schäden bleibt der D&O-Markt in Deutschland hart umkämpft. “Wir beobachten wir Prämienreduzierungen von fünf bis zehn Prozent pro Jahr. Und wenn wir Ausschreibungen machen, sind je nach Unternehmen und Schadenhistorie zuweilen auch 30 oder 50 Prozent möglich”, sagte Michael Rieger-Goroncy, Leiter Global Corporates Finpro bei Marsh, auf einer Veranstaltung des DVS Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes.

Der Preisverfall sei zwar nicht so stark wie beispielsweise in Frankreich oder Spanien mit zehn bis 20 Prozent, aber Deutschland sei auch ein “sehr schadenexponiertes Land”. Nach den USA liege der hiesige Markt für die Absicherung von Managern und anderen Unternehmensorganen gegen die finanziellen Folgen falscher oder fehlender Entscheidungen (Directors and Officers Liability, kurz D&O) hinsichtlich Frequenzen und Schadenhöhen auf Platz zwei.

Bei den Grunddeckungen seien die Prämien tendenziell stabiler als die Sublimits. Für die Employment Practices Liability Insurance (EPLI) seien die Preisspielräume aufgrund des aufwärtsgerichteten Schadentrends enger. Bei der D&O stiegen die Deckungssummen. Motive für die Erhöhungen seien unter anderem die Verunsicherung von Managern über ihren Schutz, höhere Limits für Lokalpolicen oder neue Schadenpotentiale wie Cyber.

Als Folge der Wechselkursveränderungen stellten Unternehmen mit hohen Exposures in den USA ihre Policen von Euro auf US-Dollar-Limits um. Zudem gebe es einen Trend zu Mehrjahrespolicen, der sich nicht mehr allein auf kleinere Firmen beschränke. Zudem würden zunehmend EPLI aus dem US-Markt nach Europa umgedeckt, weil hier die Preise günstiger und der Renewal-Prozess weniger kompliziert sei. (lie)

Bild: Michael Rieger-Goroncy, Leiter Global Corporates Finpro bei der Marsh GmbH (Quelle: lie)

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