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Postbank-Studie: EZB-Niedrigzinspolitik kommt an ihre Grenze

10.09.2013 – PostbankDie EZB hat auf ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei 0,5 Prozent belassen. Wie EZB-Präsident Mario Draghi auf der anschließenden Pressekonferenz sagte, wurde aber über eine weitere Absenkung der Zinsen diskutiert. Während die Meinungen über einen Zinsschritt im Rat wohl auseinandergingen, war man sich im Hinblick auf die Beibehaltung der “forward guidance” vollkommen einig. Damit bestätigte die EZB ihre Einschätzung, dass der Leitzins noch für längere Zeit auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren wird. Draghi bekräftigte außerdem den bestehenden “downward bias”, also die Neigung der EZB den Leitzins weiter zu senken, schreibt der Chef-Volkswirt der Postbank, Marco Bargel.

Danach zielt dieses für die EZB neue Kommunikationsinstrument auf eine Verringerung der Volatilität an den Märkten. Durch die Steuerung von Erwartungen sollen zudem unerwünschte Entwicklungen bei den Zinsen, die der Geldpolitik zuwiderlaufen, verhindert werden. Der EZB-Präsident bestätigte damit abermals, dass der drastische Zinsanstieg am Kapitalmarkt in den vergangenen Wochen der EZB ein Dorn im Auge sein dürfte.

Zur aktuellen Diskussion um die Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen zu Zinsentscheidungen sagte Draghi, dass das EZB-Direktorium noch in diesem Jahr einen Vorschlag vorlegen werde. Ziel müsste es dabei sein, die Transparenz der Entscheidungen weiter zu erhöhen, ohne die Unabhängigkeit der Notenbank zu gefährden. Sein Hinweis auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zu den USA oder Japan kann dahingehend gedeutet werden, dass die EZB einer Veröffentlichung der Entscheidung oder Meinungen einzelner Rats-Mitglieder wohl eher skeptisch gegenüber stehen dürfte.

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