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Positive volkswirtschaftliche Wirkung für Schwellenländer

31.10.2013 – munichreGemessen an ihrer Wirtschaftsleistung sind Schwellenländer übermäßig stark von Schäden aus Naturkatastrophen betroffen. Dort bringen Versicherungen gegen Wetterextreme aus volkswirtschaftlicher Sicht die größten Vorteile. Basierend auf Schadendaten des NatCatService der Munich Re bekräftigt eine Studie der Universität Würzburg diese Aussage.

Versicherungen wirken zunächst indirekt schadenmindernd, weil die Prämien Anreize zur Prävention setzen. Die Versicherungsprämien geben dem jeweiligen Risiko einen Preis. Zudem werden im Katastrophenfall die Schäden begrenzt, da durch die Versicherungsleistungen der Wiederaufbau unmittelbar unterstützt wird.

Weltweit haben die Schäden aus Naturkatastrophen seit 1980 signifikant zugenommen. Dies ist auf den volkswirtschaftlichen Wertezuwachs zurückzuführen. Direkte Schäden aus Unwetterereignissen betragen in Schwellenländern pro Jahr durchschnittlich rund 2,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Industrieländern liegt dieser Anteil bei 0,8 Prozent, in Entwicklungsländern bei 1,3 Prozent. Schadenereignisse wie das Thailand-Hochwasser im Jahr 2011 oder das Chile-Erbeben aus dem Jahr zuvor verursachten direkte Schäden in Höhe von 43 Mrd. US-Dollar bzw. 30 Mrd. US-Dollar.  „Schwellenländer verfügen über eine relativ große Kapitalbasis, vielfach fehlen ihnen aber die Mittel oder die nötige Effektivität der Verwaltung, um sich stärker gegen die Folgen von Naturkatastrophen zu schützen“, erklärt Michael Menhart, Chefvolkswirt von Munich Re. „Hinzu kommt die Urbanisierung von Küstenregionen, die etwa in Asien stark durch Wirbelstürme gefährdet sind. Daraus erklärt sich die weit überproportionale Belastung dieser Länder aus Naturkatastrophen“.

Empirische Studien von Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich deuten darauf hin, dass gut funktionierende Finanz- und Versicherungsmärkte die Erholung eines Landes nach einer Naturkatastrophe begünstigen. Bei niedriger Versicherungsdichte wäre demnach eine höhere Staatsverschuldung pro Kopf die Folge von schweren Naturkatastrophen. (vwh)

Link: Munich Re

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