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Policenverkauf im Supermarkt liegt im Trend

15.10.2013 – SupermarktIn Australien werden immer mehr Policen im Supermarkt verkauft. Die beiden Handelsketten Woolworth und Coles, die rund 70 Prozent aller verpackten Lebensmittel im Land vertreiben, sind hier in der Offensive.

In der jüngsten Coles-Werbekampagne lacht den Kunden ein kleines rotes Auto an. Der Slogan dazu lautet: „get a little red quote to see how much you could save”. Übersetzte heißt dies „hol dir eine kleine rote Prämie, um zu sehen, wie viel du sparen kannst”. Das Unternehmen verspricht, im Kfz-Versicherungsmarkt alle anderen Anbieter preislich zu unterbieten. Das Unternehmen bietet seit 2010 Kfz- und Hausratversicherungen. Zudem gehören Gebäude- und Haftpflichtversicherungen zum Angebot. Für das zweite Halbjahr 2012 meldete die Supermarktkette ein Plus der Beitragseinnahmen von 8,7 Prozent und einen Zuwachs des operativen Gewinns von 378 Prozent auf 110 Mio. australische Dollar (75,8 Mio Euro).

Auch der Konkurrent Woolworth vertreibt Versicherungen. Im Angebot sind Hautier-, Hausrat-, Auto-, Reise- und sogar Lebensversicherungen. Vorbild sind die britischen Supermarktketten Tesco und Sainbury`s, die bereits seit 15 Jahren mit Finanzdienstleistungen experimentieren. Neben dem Versicherungsgeschäft verfügen beide auch über eine Bank.

Auf dem Vormarsch in Australien ist auch der Direktvertrieb. 40 Prozent der Lebensversicherungen werden online verkauft. Jossel Ginsburg, Versicherungsmakler bei Financial Wisdom, der Makleragentur der australischen Commonwaelth Bank sieht bei Lebenspolicen hier auch eine Gefahr: „Das fängt beim Ausfüllen der Formulare an. Viele Kunden übersehen Ausschlussklauseln oder machen versehentlich falsche Angaben und im Schadenfall krachte es dann.” Manchmal würden zudem steuerliche Auswirkungen übersehen oder die falschen Leistungsberechtigten angegeben. Das massive Wachstum vom Lebenspolicen rief auch schon den australischen Regulierer Australian Prudential Regulatory Agency auf den Plan. Er äußerte Sorge um die Produktqualität und die Verlässlichkeit der Information, die der Kunde online abrufen kann.

Foto: Insurance to go, heute schon möglich (Quelle: vvw)

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