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Patienten setzen nicht allein auf den Arzt

17.08.2016 – Medizin_Thorben Wengert_pixelioNur etwa die Hälfte aller Patienten setzt beim Kauf von medizinischen Produkten auf das Urteil ihres Arztes. Rund 32 Prozent orientieren sich darüber hinaus an Testberichten und Qualitätstests. Weitere 27 Prozent ziehen bei ihrer Entscheidung auch die Empfehlungen von Familie und Freunden heran. Dies ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Beratungsunternehmen auch beim Kauf nicht-verschreibungspflichtiger Produkte in der Apotheke. Laut Umfrage gaben nur etwa 25 Prozent der Befragten an, dass sie sich allein aufgrund einer Beratung für ein Medikament oder medizinisches Gerät entscheiden würden. Etwa 22 Prozent der befragten Bundesbürger gaben an, sich bereits im Vorfeld für den Kauf eines bestimmten Produktes zu entscheiden und sich davon auch in der Apotheke nicht mehr abbringen zu lassen. 46 Prozent setzen allerdings dennoch auf die Beratung des Apothekers, heißt es weiter.

Darüber hinaus kommt die PwC-Analyse zu dem Ergebnis, dass rund 80 Prozent der befragten Bundesbürger bei Medikamenten lieber auf das Original als auf ein Generikum setzen, wenn dieses nicht mindestens 25 Prozent billiger sei. Vor allem bei verschreibungspflichtigen Geräten scheint es laut Umfrage etwa 70 Prozent der Bürger “wichtig” oder “sehr wichtig” zu sein, dass es sich dabei um ein Original handele.

“Spannenderweise gibt es hier deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern”, kommentiert Michael Burkhart, Leiter Gesundheitswesen & Pharma bei PwC in Deutschland, die Umfrage. Demnach wähle bei einem Rabatt von bis zu 25 Prozent bereits jeder vierte Mann das Generikum – allerdings nur rund jede sechste Frau. “Solche soziodemographischen Unterschiede zeigen sich auch an vielen anderen Stellen unserer Untersuchung. Männer legen beim Kauf von Arzneien und medizinischen Geräten offenkundig andere Maßstäbe an als Frauen – und ältere Menschen folgen zum Teil anderen Kriterien als jüngere”, ergänzt Burkhart. “Ein Beispiel: Während für über ein Viertel der befragten Frauen (27 Prozent) die Produktinformationen auf der Packung ein sehr wichtiges Kaufkriterium darstellen, geben dies nur 17 Prozent der Männer an.” (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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