Versicherungswirtschaft-heute
Montag
05.12.2016
          Mobilversion

 


- Anzeige -

Paneuropäische Fintech-Vision

28.09.2016 – Digitalisierung_GDVFintechs wollen künftig mit einer Stimme auf dem internationalen Parkett sprechen. Am Dienstag haben sich auf Initiative der Berliner Fintech Raisin GmbH / WeltSparen, Start-ups aus verschiedenen EU-Staaten in Brüssel zu einer Europäischen Fintech Allianz zusammengeschlossen. Im Europäischen Parlament (EP) stellte Michael Stephan, Managing Director von Raisin, seine paneuropäische Vision grenzüberschreitender Finanzdienstleistungen VWheute vor.

“Wir sind ein Einlagenmarktplatz aus Berlin. Bei uns kann man, egal wo man in Europa wohnt, Sparkonten einrichten. Wenn ein Sparer mehr Zinsen haben will, muss er nicht in Deutschland bleiben, sondern kann in Großbritannien oder Schweden anlegen. Es gibt keinen Markt in Europa, der so niedrige Zinsen aufweist, wie Deutschland, aber Deutschland ist der Spar-Weltmeister. Es gibt also einen Anlagenüberhang. Wir ermöglichen den deutschen Sparern dorthin zu hoppen, wo die Zinsen am höchsten sind”, erklärt Stephan gegenüber VWheute.

Der Verbraucher hätten dabei die Chance, höhere Zinsen zu erzielen. “Wir sehen uns nicht als Wettbewerber der traditionellen Banken sondern als Partner.” Die Aktivitäten von Fintechs spielen sich im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro ab.

Fintechs konzentrierten sich in Europa auf ausgewählte Bereiche, um besser und exzellenter zu sein als die “traditionellen Platzhirsche” unter den Banken. Besonders im Zahlungsverkehr wie peer to peer oder PayPal sei die Durchdringung deutlich besser und eleganter, weil digitaler. Die Fintechs werden sich behaupten und den Markt ganz schön durchmischen, prophezeit Stephan. “Traditionelle Banken werden sich warm anziehen müssen, um dort mithalten zu können”, so Stephan.

Auf Einladung der niederländischen Europaabgeordneten Cora van Nieuwenhuizen diskutierten Fintech-Start-ups wie Transferwise, Raisin, Kantox und Vertretern der Europäischen Kommission die Zukunft von Fintechs im Rahmen der angestrebten Capital Market Union. Die liberale ALDE-Abgeordnete ist EP-Berichterstatterin für Fintechs. Sie kündigte an, nach einer geplanten öffentlichen Anhörung im November Anfang des Jahres 2017 einen Bericht zu Fintechs vorlegen zu wollen. Zunächst werde der EP-Wirschafts- und Währungsausschuss im März abstimmen, und im EU-Parlament sei eine Abstimmung für Mai geplant. “Mir geht es zunächst darum, Bewusstsein für Fintechs zu schaffen und dazu beizutragen, dass sie nicht von gesetzlichen Regelungen in ihrem Wachstum behindert werden”, sagte van Nieuwenhuizen. (taf)

Bildquelle: GDV

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten