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IT-Outsourcing ist kein Selbstläufer

15.05.2014 – it-binaer-technik-150Eine aktuelle Umfrage unter IT-Führungskräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: Rund 60 Prozent der Befragten verfehlen mindestens eines der gesteckten Outsourcing-Ziele. Dabei fällt auf, dass die gewählte Sourcing-Strategie den Erfolg der Auslagerung nicht beeinflusst. Vielmehr erweist sich die Qualität der operativen Umsetzung – Vertragsgestaltung sowie Auswahl des richtigen Partners und vor allem dessen Steuerung – als ausschlaggebend für den Outsourcing-Erfolg.

Der externe Bezug von IT-Leistungen ist aus der heutigen Welt der CIOs nicht mehr wegzudenken. Während durchschnittlich 59 Prozent der gesamten IT-Leistungen ausgelagert sind, verzichten nur vier Prozent der Befragten komplett auf die strategische Option „IT-Outsourcing“.

Dabei erhoffen sich neun von zehn Unternehmen mit dem IT-Outsourcing die Erhöhung der Servicequalität. Zweitwichtigstes Ziel ist die IT-Modernisierung (79 Prozent der Befragten). An dritter Stelle steht bei den Outsourcing-Gebern das Ziel, mit der Auslagerung Kosten zu senken (66 Prozent). Dabei werden die Kostensenkungsziele in den meisten Fällen erreicht, gehen aber zu Lasten der Ziele IT-Modernisierung und Erhöhung der Servicequalität: „Befragte, die sich hohe Kostenreduktionsziele (> zehn Prozent) setzen, scheitern 21 Prozentpunkte häufiger bei der Servicequalität und 24 Prozentpunkte häufiger bei der IT-Modernisierung im Vergleich zu Unternehmen mit geringeren Kostenreduktionszielen“, so Studienleiter Tobias Würz von Horváth & Partners.

Mangelnder Erfolg mit IT-Outsourcing wird in der Praxis häufig der falschen Strategiewahl zugeschrieben. Diese Vermutung bestätigte sich jedoch in der Studie nicht: Keine der drei grundlegenden Strategien „Single Vendor“, „Best-of-Breed“ und „Competition“ resultiert in einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit. Vielmehr zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Komplexitätsgrad und Erfolg: Unternehmen mit kleineren Outsourcing-Vorhaben (< 5 Mio. Euro Vertragsvolumen pro Jahr) erreichen ihre Ziele dreimal häufiger als Firmen mit größeren Auslagerungen (> 50 Mio. Euro pro Jahr).

„Dies verwundert zunächst nicht. Es macht aber deutlich, dass vor allem größere Outsourcing-Projekte alles andere als Selbstläufer sind. Dabei scheinen besonders die Unternehmen erfolgreich zu sein, die viel Energie in die operative Umsetzung des Outsourcing-Vorhabens sowie die Steuerung des Outsourcing-Partners investieren“, erklärt Nils Urbach von der Universität Bayreuth. „In der Praxis sind daher Prozesse und Verfahren gefragt, die es erlauben, den richtigen IT-Outsourcing-Partner auszuwählen, mit einem starken Vertrag zu kontrahieren und effektiv zu steuern.“

Die Online-Umfrage unter 85 IT-Führungskräften wurde von Horváth & Partners in Kooperation mit der Professur für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT durchgeführt. (vwh)

Bild: Outsourcing verlangt einen klaren Plan, einen starken Vertrag und eine enge Kontrolle. (Quelle: vwh)

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