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Österreich: FLV-Neugeschäftsvolumen weiter gesunken

29.05.2015 – Das Neugeschäftsvolumen in der fondsgebundenen Lebens- und Pensionsversicherung (FLV) in Österreich betrug 2014 rund 240 Mio. Euro, nach 299 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson vor allem auf erneut stark sinkende Einmalbeiträge zurückzuführen. 50 Prozent der Verträge wurden über gebundene Vertriebe abgeschlossen.

Die Prämieneinnahmen fondsgebundener Produkte gegen Einmalbeitrag sanken um 29 Prozent auf 160 Mio. Euro. Dagegen kletterten die laufenden Prämieneinnahmen, inklusive Zukunftsvorsorge, mit 80 Mio. Euro um knapp zehn Prozent über das Vorjahresniveau. Die Gesamtprämieneinnahmen – die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (ZV) nicht eingerechnet – beliefen sich auf rund 220 Mio. Euro, was einem Rückgang von 22 Prozent entspricht.

Auf Garantieprodukte, ebenfalls exklusive ZV, entfielen der Studie zufolge innerhalb der fondsgebundenen Lebensversicherung 49 Prozent (2013: 46 Prozent). Dagegen fiel der Anteil fondsgebundener Produkte ohne Garantien von 28 auf 25 Prozent.

In der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge wurde der Trend der vergangenen Jahr gestoppt: Die Jahresprämie kletterte um 26 Prozent auf 20 Mio. Euro. Anbieter von ZV-Produkten, die zusätzlich keine anderen fondsgebundenen Produkte anbieten, sind in der Studie nicht inkludiert.

Ein weiteres Ergebnis des „FLV-Update 2014“: Der Anteil der vier führenden Gesellschaften am Neugeschäft ist kontinuierlich gestiegen. Mit 54 Prozent lag er leicht über dem Vorjahresniveau von 51 Prozent (nach Anzahl der Verträge). Bei Produkten gegen laufende Prämien betrug ihr Anteil 55 Prozent (57 Prozent), bei Einmalprämien 78 Prozent (88 Prozent).

Vertriebswege bei Fondspolicen (Quelle: Towers Watson)Die Hälfte der Verträge wurde im vergangenen Jahr über gebundene Vertriebe (Ausschließlichkeitsvertrieb und  gebundene Strukturvertriebe) abgeschlossen. Der ungebundene Strukturvertrieb lag mit 29 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt vom Bankvertrieb mit 20 Prozent (siehe Grafik, zum Vergrößern bitte anklicken).

Towers Watson geht davon aus, dass im aktuellen Niedrigzinsniveau klassische Produkte und FLV-Produkte mit Garantie im Neugeschäft gewinnen. Das werde zu Lasten von FLV-Produkten ohne Garantie gehen. (vwh/ks)

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