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Ombudsmann: Leistungen werden nicht verweigert oder verzögert

22.05.2014 – paragraph_gericht_150Im Berichtsjahr geriet das Regulierungsverhalten der Versicherer in die Kritik. In eine rechtstatsächliche Erhebung des Bundesministeriums der Justiz bei den Gerichten zur Frage, ob Versicherer zunehmend unter Ausnutzung ihrer wirtschaftlich stärkeren Position die Regulierung von Ansprüchen der Versicherten systematisch verzögerten oder gänzlich verweigerten, war auch der Versicherungsombudsmann eingebunden. Den Beschwerden konnte nicht entnommen werden, dass die Bereitschaft zur einvernehmlichen Streitbeilegung abgenommen und sich das Regulierungsverhalten verschlechtert hatte. Ombudsmann Günter Hirsch im Interview auf die Frage, ob Versicherer systematisch Leistungen verweigerten oder verzögerten:

Günter Hirsch: Nein, nach meinem Eindruck, den ich natürlich nur im Zusammenhang mit den Beschwerdeverfahren gewonnen habe, gibt es keine Anhaltspunkte für ein systematisches Verzögern oder Verschleppen bei der Regulierung. Meine Erkenntnisse decken sich insoweit mit denen der Gerichte. Dies habe ich seinerzeit auch dem Bundesjustizministerium mitgeteilt, das im Vorjahr ja hierzu eine entsprechende Abfrage gestartet hatte.

Laut der von Ihnen jetzt vorgelegten Beschwerdestatistik für das Jahr 2013 hat die Zahl der Eingaben von Versicherungskunden im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Können Sie das erläutern?

Günter Hirsch: Die Gründe für die Zunahme der Beschwerdezahlen können vielfältig sein und lassen sich im Einzelnen nicht aufklären. Wenn man die Entwicklung über die Jahre betrachtet und versucht, die Schwankungen zu analysieren, so stellt man fest, dass sich der Anstieg im Jahr 2013 im Rahmen der normalen statistischen Bandbreite der vergangenen Jahre bewegt. Aber sicherlich spielt es auch eine Rolle, dass sich bei den Menschen die verhältnismäßig junge Institution des Versicherungsombudsmanns (Anm.: 2001 u.a. auf Initiative des GDV gegründet) mittlerweile mehr und mehr herumspricht und auf Akzeptanz stößt.

Das vollständige Interview unter beigefügtem Link. (vwh)

Bild: Das Gericht als ultima ratio, meist kann der Ombudsmann vermitteln. (Quelle: vwh)

Link: Interview Günter Hirsch auf gdv.de

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