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Ohne Wandel stirbt die Industrieversicherung

27.04.2015 – dvs_lieDie im DVS Deutscher Versicherungs-Schutzverband e.V. organisierte versicherungsnehmende Industrie wünscht sich eine andere Assekuranz. “Ich glaube, es müsste gar nicht so viel passieren, dass die Industrieversicherung verschwindet”, sagte Alexander Mahnke in seiner Eigenschaft als DVS-Vorstandsvorsitzender am Rande der Verbandsversammlung.

Mahnke fordert die Anbieter auf, ihr Geschäftsmodell zu ändern. “Statt einzelner Produktkategorien und unterschiedlicher Abteilungen, die untereinander nicht kommunizieren, sollen sie uns Lösungen anbieten, um Risiken zu finanzieren.” Zudem rechnet er damit, dass alternative Überlegungen zum klassischen Risikotransfer weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit Blick auf die Niedrigzinssituation würden seien über die bestehenden, komfortablen Versicherungskapazitäten im Markt Zuflüsse von Kapital zu beobachten. Damit wüchsen auch die Möglichkeiten kapitalmarktbasierter Konstrukte zur Absicherung von Risiken unter Ausschluss der klassischen Versicherungswege (siehe KÖPFE).

Nach Beobachtung des Verbandes ist die von den Versicherern angestrebte Marktverhärtung weiter ausgeblieben. “Die Preise bleiben weiterhin nach unten dehnbar“, so Mahnke. Ausnahmen seien das Kfz-Flottengeschäft und “vielleicht die Sparte der Sachversicherungen”.

Als aktuelle Projekte nannte Mahnke unter anderem die Standardisierung der Sanktionsklauseln, den Einsatz für die Verlängerung der Staatshaftung bei Extremismus und die Förderung des Nachwuchses unter anderem durch Partnerschaften mit Hochschulen. (lie)

Bild: Rede Alexander Mahnkes auf der DVS-Jahreshauptversammlung (Quelle: lie)

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