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“Öffentliche sollten über Kooperationen und mehr nachdenken”

13.12.2016 – roland_oppermann_svDas Segment Leben der öffentlichen Versicherer ist unterdurchschnittlich. Dafür ist der Bereich Schaden und Unfall von operativer Stärke geprägt. Das zeigt ein aktuelles Fitch-Rating. Das Schaden und Unfallsegment erzielte eine starke durchschnittliche Netto-Schaden-Kostenquote von 96,6 Prozent in den Jahren 2011 bis 2015, der Bereich Leben zeige aber deutliche Schwächen. SV-Vorstand Roland Oppermann seinerseits denkt über Kooperationen nach.

Die Geschäftsdurchmischung im Lebensegment sei unterdurchschnittlich. Die fondsgebundenen Kapitalanlagen zum Jahresende 2015 betrugen 3,3 Prozent der Bilanzsumme, während sie im Markt 9,7 Prozent ausmachten. Die Beitragseinnahme aus der Berufsunfähigkeitsversicherung läge ebenfalls unter dem Marktschnitt. Als Folge ist die Diversifikation der Überschüsse aus Zins-, Risiko- und Kostenergebnis geringer als im Marktschnitt.

Die öffentlichen Versicherer sind neben den Aktiengesellschaften und Versicherungsvereinen auf dem Markt tätig und bleiben in der Regel unter sich. Roland Oppermann, Finanzvorstand der Sparkassen Versicherung glaubt, dass es Sinn mache, auch bei den öffentlichen Versicherern offen über Kooperationen und mehr nachzudenken. Er sieht aber auch die Gefahren:

Er gibt zu bedenken, dass Fusionen immer bedeuten, dass sich das neue Unternehmen eine Zeit lang mehr mit sich als den Kunden beschäftigt. Weiter dürfte nicht vergessen werden, dass Fusionen erhebliche Investitionen mit sich bringen, die in den ersten drei bis vier Jahren anfallen. Oppermann betont aber auch, dass der Wille der Eigentümer entscheidend sei: “Wenn unsere Eigner das wollen und alle positiv mitziehen, schaffen wir das.”

Aktuell investiert die SV in einem anderen wichtigen Bereich – der Digitalisierung. 35 bis 50 Mio. Euro will der Versicherer dafür in die Hand nehmen. Das klingt zuerst nach wenig im Vergleich zu den Zahlen anderer Akteure. Oppermann betont, dass das Budget des regionalen Versicherers komplett “nach vorne gewandt” und für die Zukunftsfähigkeit vorgesehen sei. “Wir haben unsere Hausaufgaben in Bezug auf eine schlanke IT-Anwendungslandschaft bereits in der Vergangenheit gemacht.”

Mehr zum strategischen Kurs der Sparkassen Versicherung erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Versicherungswirtschaft (01/2017).

Bild: Roland Oppermann (Quelle: Sparkassen Versicherung)

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