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NZZ bescheinigt der CH-Versicherungsbranche eine “bestechende Rentabilität”.

08.10.2014 – zurich-gebaeudeIn einem langem Artikel befasst sich Redakteur Werner Enz von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) mit dem Zustand der Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und der Branchensituation in der Schweiz im Besonderen. Aus Anlass eines Treffens von Branchenvertretern aus Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz attestiert das Blatt der Branche eine “bestechende Rentabilität”. Unsicherheiten gibt es allerdings im Geschäft der beruflichen Vorsorge, so die NZZ.

“Wenn die Schweiz-Chefs der drei grossen Versicherungskonzerne aus den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien zu einem informellen Treffen zusammenkommen, ist ein gemeinsamer Nenner rasch gefunden: Ob Allianz, Axa oder Generali, in Bezug auf die Gewinnkraft befinden sich die hiesigen Tochtergesellschaften in der Regel in der Spitzengruppe der jeweiligen Konzerne. Bisweilen ist eine solche auch einsame Spitze. Das muss nicht immer so sein, doch die Revitalisierung der Schweizer Wirtschaft hat in der jüngeren Vergangenheit exzellente Rahmenbedingungen für die Assekuranz geschaffen”, leitet Enz seine Betrachtung über den schweizer Binnenmarkt ein.

“Offensichtlich geniessen die Versicherungen dabei in der Schweiz in ihrem Kundenkreis jährlich wiederkehrend einen Vertrauensvorschuss. Im vergangenen Jahr stiegen die Prämieneinnahmen gemäss den Statistiken der eidgenössischen Finanzmarktaufsichtsbehörde Finma um vier Prozent auf 79,7 Mrd. Fr.” (Ohne Swiss Re, ohne Auslandsgeschäft; d.Red.)

“Obschon die Zinsen spätestens seit dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 von den Notenbanken zum Nachteil der Versicherungen und ihrer Kunden auf rekordtiefen Niveaus gehalten werden, ist die Ertrags- und Kapitalkraft der Assekuranz intakt. [...] Was die meisten Versicherungskunden ruhig schlafen lässt, ist die solide Kapitalausstattung der Gesellschaften. Mit der Einführung des Swiss-Solvency-Tests (SST), der Anfang 2011 Gesetzeskraft erlangte, hat die Schweiz ein konsequent marktorientiertes Bewertungsmodell etabliert.”

Allerdings: “Was nachdenklich stimmt, ist die stark geschrumpfte Nachfrage nach konventionellen Lebensversicherungen (Leibrente; feste Garantien). Den rettenden Strohhalm stellt in dieser ungemütlichen Lage aus Sicht der Lebensversicherer die Kollektivversicherung berufliche Vorsorge (BVG) dar. In diesem von sozialpolitischer Umverteilung verzerrten Geschäftsfeld wuchsen die Prämieneinnahmen 2013 um hohe acht Prozent auf 24,3 Mrd. Fr. Insgesamt stiegen die Prämieneinnahmen, das Einzel-Leben-Geschäft eingerechnet, um noch 4,9 Prozent auf 35,1 Mrd. Fr. Mit anderen Worten wächst die Abhängigkeit der Branche vom Kollektiv-Leben-Geschäft, was ein ein Alarmzeichen ist.”

Bild: Mythenquai in Zürich, Sitz großer Assekuranzen in der Schweiz. (Quelle: Zurich)

Link: Bestechende Rentabilität

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