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Nutzerbasierte Versicherung für die Kfz-Flotte

06.07.2016 – Becher_KfzFür Flottenbetreiber könnte die nutzungsbasierte Versicherung – vom LKW bis zum PKW – große Kosteneinsparungen bedeuten. Das stellt Tomtom-Experte Thomas Becher in seinem Beitrag für VWheute fest. Die Verfügbarkeit von erweiterten Fahrdaten – zum Beispiel wo, wann und wie das Fahrzeug betrieben wurde – ermöglicht es, die Angebote individueller zu gestalten.

Das bedeutet, dass der Versicherungsnehmer ausgehend von seinem Fahrstil bezahlt – nicht basierend auf Durchschnittswerten für sein jeweiliges Profil. Bei Flottenversicherungen werden Policen normalerweise anhand der Schadenshistorie der gesamten Flotte berechnet. Telematiktechnologie kann nicht nur dafür verwendet werden, Fahrverhalten zu messen, um individuelle Versicherungsbeiträge zu berechnen. Sie kann Berufsfahrern auch dabei helfen, den Fahrstil zu verbessern und Flottenmanagern dabei, das Risiko der gesamten Flotte besser zu verstehen.

Wenn ein Fahrer einen Unfall hat, kann der Versicherer schnell die Unfalldaten erhalten – u.a. Zeit und Ort, Fahrzeugtyp und sogar Kraftstoffart. Das hilft nicht nur dabei, die Schadensabwicklung zu beschleunigen, sondern auch, dass Einsatzkräfte schneller und effizienter bei Vorfällen reagieren können.

Obwohl einige Pilotprojekte in anderen Regionen laufen, ist UBI nach wie vor weit davon entfernt, in Europa ein Massenmarkt zu sein. Auch in den nächsten zwei bis drei Jahren ist dies nicht zu erwarten. Es gibt jedoch großes Interesse daran, den Markt schnell zu erschließen, da die Folgen für Unternehmen – auf beiden Seiten des Versicherungsverhältnisses – beträchtlich ausfallen könnten.

Das Connected Car könnte entscheidend sein. Es wird jedoch noch eine ganze Weile dauern, bis alle Fahrzeuge vernetzt sind. Sobald der Markt aber erkennt, welche Vorteile durch das Teilen dieser Daten entstehen können, wird ein gewisser Druck entstehen, diese Services in allen Fahrzeugen verfügbar zu machen.

Händler können Fahrzeuge heute bereits mit entsprechenden Zubehörteilen ausstatten. Die Frage der Finanzierung ist jedoch nicht geklärt. So erhobene Daten zu teilen, könnte eine Möglichkeit sein, auch den Rest des Marktes online zu bringen. Denkbar ist, dass Händler bereit wären, die Kosten für die Installation der Boxen zu übernehmen, wenn sie die Daten aus den Fahrzeugen ihrer Kunden erhalten. Das könnte wiederum die Kosten für Versicherer senken. Warum aber sollten Händler das tun? Wenn Werkstätten und Service-Center im Vorfeld über potenzielle Probleme mit Fahrzeugen informiert sind, können Sie bessere Wartung anbieten. Wenn sie mithilfe von Daten potenzielle Probleme vorhersehen, können sie ihren Kunden besser im passenden Moment den richtigen Service anbieten. Wir befinden uns aber immer noch in einem frühen Stadium dieser Technologie. Erst muss das Modell klarer werden und die Versicherer dafür gerüstet sein, mit den Daten umzugehen.

Bild: Thomas Becher ist VP Business Development bei Tomtom Telematics (Quelle: TomTom)

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