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Neuregelung der Flutversicherung wird zum Politikum

27.07.2015 – London_Christiane Neuheuser_pixelioAlles was mit der Erschwinglichkeit von “home sweet home” zusammenhängt ist in Großbritannien ein Politikum. So kündigte der Schatzminister George Osborne in seiner Budgetrede von Anfang Juli angesichts steigender Grundstückswerte einen höheren nur selbstbenutzte Wohnungen betreffenden Freibetrag für die Erbschaftssteuer an.

Ebenso heikel ist in der Inselnation die Frage der Flutversicherung. Das sehr ungleich verteilte und in vielen Fällen bei rationaler Betrachtung nicht überwälzbare Risiko wird in der Form mutualisiert, dass britische Versicherer sich bei der staatlich aufgehängten Flood Re rückversichern, die durch eine Abgabe von 10,50 Pfund je exponierende Police finanziert wird.

Flood Re wiederum genießt eine Regierungsgarantie, möchte nun aber einen Teil des Risikos über 2,1 Mrd. Pfund durch eine Mischung von Retrozessionen und Einkauf von ILS-Deckungen auf den privaten Sektor überwälzen. Dies dürfte Rückversicherer und Käufer von Risikoverbriefungsanleihen erfreuen, die eine Diversifikation zu US-Hurricanes und japanischem Erdbeben suchen. Wobei sich aber die Frage stellen könnte, ob US-Hurricanes und britische Überschwemmungen nicht doch irgendwie korreliert sein könnten. (cpt)

Bild: Christiane Neuheuser / pixelio.de

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