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Garantieklassen für Rententarife

14.10.2016 – Garantie_Rainer Sturm_pixelioAnhaltend niedrige Zinsen setzen die kapitalgedeckte Altersvorsorge unter Druck. Produktentwickler reagieren auf diese Situation und bringen zunehmend Rententarife mit eingeschränkten Garantien auf den Markt. Das soll Spielraum für höhere Erträge schaffen. Die Ratingagentur Franke und Bornberg bewertet die neue Vielfalt.

Die Agentur hat die komplexen Garantieregelungen aus dem Kleingedruckten übersetzt und stuft die Produkte in fünf Garantieklassen ein. Dadurch soll den Kunden Transparenz geboten werden. “Unsere Garantieklassen zielen auf den Markenkern der privaten Rentenversicherung”, erklärt Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter von Franke und Bornberg. “Sie zeigen, wie viel Sicherheit, sprich Garantien, im jeweiligen Produkt steckt. Das erleichtert die Beratung und senkt das Haftungsrisiko.” Damit einhergehen müsse ebenso eine “Klassifizierung” des Kunden, wenn das angebotene Produkt zu dessen Risikoprofil passen soll. Die Garantieklassifizierung von Franke und Bornberg funktioniert technisch gestützt sowohl in der Offline- als auch in der Onlineberatung. Ausgangspunkt der Bewertung bildet die höchstmögliche Anlagesicherheit der Beiträge sowie ein verbindlich zugesagtes Mindestkapital und eine Mindestrente.

Die höchste Garantieklasse A vergibt Franke und Bornberg an Produkte mit folgenden Auflagen: Zum Rentenbeginn stehen mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung oder es wird eine Verzinsung mit dem aktuellen Höchstrechnungszins (1,25 %) auf alle zur Anlage kommenden Beiträge garantiert. Außerdem müssen diese Sparbeiträge ausschließlich im Sicherungsvermögen des Versicherers angelegt sein.

Erfolgt keine Anlage im Sicherungsvermögen, wird der Tarif mit Garantieklasse B bewertet. Für Garantieklasse C wird noch eine garantierte Mindestrente, aber kein garantiertes Kapital gefordert. In Garantieklasse D kann die Mindestrente an Bedingungen geknüpft sein. Garantieklasse E verlangt lediglich einen Rentenfaktor und erfüllt damit die Grundbedingung für Rententarife. Neu eingeführt hat Franke und Bornberg sogenannte Auf- und Abwertungen. Sie zeigen, ob und in welchem Umfang Garantien auch nach Vertragsänderungen weiter bestehen. Für die aktuelle Einstufung wurden insgesamt 964 Rententarife mit aufgeschobenen Leistungen untersucht. Davon erreichten 715 und damit knapp drei Viertel aller Tarife die beiden höchsten Garantieklassen A und B. (vwh/wo)

Bild: Franke und Bornberg vergibt Garantieklassen für private Rentenversicherungen (Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de)

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