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Naturkatastrophen gefährden nicht das Rating von Staaten

15.09.2015 – Externe Versicherung gestattet raschen Wiederaufbau und kompensiert nach dem Schaden die nationale Zahlungsbilanz. Nur leider wollen sich kurzfristig denkende Staaten die erforderliche Prämie nicht leisten, lautet ein Befund einer aktuellen Untersuchung von Standard & Poor’s. Indes: Die fehlende Versicherung nationaler Katastrophen durch Staaten werde aber nicht im Vorfeld bereits deren Rating negativ beeinflussen.

Begründung bei einer S&P-Veranstaltung in Monte Carlo: Für die Sovereign Ratings habe man nur einen 10-jährigen Zeitraum im Auge. Kurios: Die Bermudas selber liefen wohl auch Gefahr, durch einen tropischen Sturm so große Schäden zu erleiden, dass ihr Sovereign Rating darunter leiden könnte.

Allerdings gilt für fast alle dort angesiedelten Rückversicherer, dass sie fast ihre gesamten Assets außerhalb der Bermudas halten und somit ihr Rating über dem des sie beherbergenden Staates liegen kann.

S&P hatte 48 Staaten hinsichtlich des möglichen wirtschaftlichen Effekts von 250-jährigen Naturereignissen untersucht. Erdbeben in Chile und Japan und tropische Stürmen in der Dominikanischen Republik, Vietnam und Bangladesch haben demnach größeren negativen Einfluss als Überschwemmungen. (cpt)

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