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Nanotechnologie soll Teil des Risikomanagments werden

27.05.2015 – Die zunehmende Verwendung von Nanomaterialen beschäftigt mittlerweile nicht mehr nur Arbeitsschützer und Messtechniker, sondern auch die Versicherer. Diese sind im Rahmen von Orsa (Own Risk and Solvency Assessment) nun dazu aufgefordert, eine Risikomanagement Policy zu etablieren, die alle materiellen Risiken inklusive Emerging Risks abdecken. Dazu zählt auch die Nanotechnologie.

Danach sind die Versicherer dazu verpflichtet, regelmäßig ihre unternehmenseigene Situation bezüglich gegenwärtiger und zukünftiger Risiken zu beurteilen. Dazu zählen auch Maßnahmen, um Nano-Risiken in ihren Portfeuilles dauerhaft zu erfassen, zu bewerten und weiter zu beobachten.

So sollte die Branche den Anspruch haben Nanotechnologien aktiv zu begleiten, ohne deren Gefährdungspotenzial aus den Augen zu verlieren, so Tobias Widler, verantwortlicher Projektleiter für das Nanomonitoring bei der Innovationsgesellschaft, Christoph Meili, Experte für Risiko-Management bei Emerging Technologies, und Richard Wiesczorek. Spartenmanager Haftpflicht der Gen Re, in einem Beitrag für das Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft (siehe DOSSIER).

Um die Branche hierin zu unterstützen, hat die Gen Re gemeinsam mit der Innovationsgesellschaft ein entsprechendes Risiko-Monitoring entwickelt. Ergänzend dazu sei allerdings auch eine regelmäßige Aus- und Weiterbildung von Haftpflicht-Underwritern und Risikmanagern in Bezug auf Nano-Risiken erforderlich. Zudem sollten die Versicherer eine entsprechende Transparenz in ihren Portfeuilles in Bezug auf die vorhandenen Materialien, deren Verwendung und deren Produzenten schaffen, so die Experten. (vwh/td)

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