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Nachfrageboom in Spanien nach Sparprodukten der Lebensversicherer

06.11.2013 – spanien-flaggeDie Versicherungsbranche in Spanien profitiert vom Verbot der spanischen Zentralbank für Hochzinsangebote. Stark steuerbegünstigte Sparprodukte der Lebensversicherer sind jetzt gefragt. Das schreibt der Spanienkorrespondent, Rolf Engelhardt, der Zeitschrift Versicherungswirtschaft in der aktuellen Ausgabe.

Die spanischen Banken bedienten sich für die Beschaffung von Liquidität im Privatkundengeschäft zuletzt in großem Stil hochverzinslicher Anlageprodukte, den sogenannten „Superdepósitos” mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einer Verzinsung von bis zu fünf Prozent. Leidtragende waren die Lebensversicherer. Auf Druck der Troika und der spanischen Zentralbank wurden diese Hochzinsangebote per „Empfehlung” untersagt, da sie einer Gesundung des spanischen Bankensystems im Wege standen.

Nach einer Statistik des Versicherungsverbandes Unespa zum Gesamtmarkt profitieren davon die Lebensversicherungen mit Sparcharakter – die Produktarten Planes Individuales de Ahorro Sistemático (PIAS) und die Plans de Previsión Asegurados (PPA). Beide Produkte bieten hohe Steuervorteile bei einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren. Der Leistungsbezug erfolgt in Form einer Leibrente. Die PPA sind quasi Pensionspläne in Form einer Versicherung. Der Unterschied besteht darin, dass das Risiko beim Versicherer liegt und nicht beim Kunden. Um 26,3 Prozent ist im ersten Halbjahr das verwaltete Vermögen der PIAS in die Höhe geschossen. Es erreichte ein Volumen von 3,7 Mrd. Euro. Ähnlich spektakulär war die Entwicklung bei den PPA. Diese verzeichneten ein Wachstum von 22 Prozent und haben jetzt ein Volumen von 11,8 Mrd. Euro.

Das schlägt auch auf die Unternehmen durch. Der größte Lebensversicherer des Landes, VidaCaixa, erzielte ein Prämienwachstum bei Lebensversicherungen mit Sparcharakter und Pensionsplänen von 24 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Die Allianz erreichte bei den PIAS eine Steigerung von 50 Prozent. Die PPA legten um drei Prozent zu. Die Axa weist für das erste Halbjahr 2013 bei den PIAS ein Wachstum von 8,8 Prozent auf. (vwh)

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