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Nachbesserung der Zinszusatzreserve ist “vertretbar”

09.06.2015 – Lebensversicherung_uschi dreiucker_pixelioDie Ratingagentur Assekurata hält eine Nachbesserung der Zinszusatzreserve für “nachvollziehbar und vertretbar”. Damit unterstützt Assekurata nach eigenen Angaben eine entsprechende Forderung der Branchenverbände. So schätzt die Ratingagentur das Nachreservierungsvolumen der Versicherer allein für 2015 zwischen zwölf und 14 Mrd. Euro. Dies entspreche einem neuen Rekordwert an jährlicher Reservezuführung.

Angesichts weiter niedriger Zinsen könnne “sich der Reservebestand in den kommenden zehn Jahren sogar auf gut 150 Mrd. Euro summieren”, so die Assekurata weiter. Demnach würden steigende Kapitalmarktzinsen die Zinsanforderungen der Lebensversicherer perspektivisch zwar entlasten und die Ertragsbasis wieder erweitern, so die Experten weiter. Allerdings gingen diese mit einer Minderung der vorhandenen Bewertungsreserven auf festverzinsliche Anlagen einher.

Darüber hinaus werden die hohen Anforderungen der Zinszusatzreserve den Eigenkapitalaufbau zur Sicherstellung der aufsichtsrechtlichen Solvenzbedeckung limitieren und ab 2016 unter Solvency II einer harten Belastungsprobe unterzogen, so die Assekurata weiter. Die Experten fordern daher den Gesetzgeber und die Aufsichtsbehörde auf, die der Zinszusatzreserve zugrunde liegende Methodik neu justieren.

Dies erfordere jedoch “Fingerspitzengefühl, um die wirtschaftliche Basis der Branche nicht überzustrapazieren, ihr aber dennoch eine gebührende Reservedisziplin zum langfristigen Schutz der Versicherten aufzuerlegen”, so Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse der Assekurata Assekuranz Ratingagentur und Autor der Untersuchung. (vwh/td)

Link: Assekurata-Marktausblick Lebensversicherung 2015/2016 (PDF)

Bildquelle: Uschi Dreiucker / pixelio.de

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