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Wetterrisiken erfordern angepasstes Risikomanagement

21.10.2014 – sturm-unwetter-gewitter-wolken-150Die zunehmende Zahl von Wetterrisiken und veränderte Gebäudekonstruktionen wie Wärmeschutzfassaden und Solaranlagen verstärken die Volatilität der Schadenansprüche. Neben höheren direkten Schäden führt dies auch zu erheblichen Umsatzeinbußen.

Nach Ansicht von Ludger Arnoldussen, Vorstandsmitglied der Munich Re, erfordern diese “eine angepasste Risikowahrnehmung und einen exakt zugeschnittenen Rückversicherungsschutz”. Gefahren und mögliche Kumulrisiken müssten besser verstanden und Standorte daraufhin analysiert werden, sagte Arnoldussen weiter (siehe DOSSIER).

Ungewöhnlich stabile Wetterlagen können zudem den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen bedrohen. Gegen solche Umsatzschwankungen können sich die Unternehmen bei Munich Re direkt mit Finanzinstrumenten absichern. Gerade für Betriebe mit eher dünner Kapitaldecke können Wetterrisiken existenzbedrohend sein, zumal wenn Unternehmen kein ausreichendes Know-how über veränderte Wettertrends und -risiken haben.

So sind die Schäden durch wetterbedingte Naturkatastrophen zwischen 1980 und 2013 weltweit auf etwa das Dreifache gestiegen. Auch die Zahl der Schadenereignisse durch Gewitter hat sich in Europa in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht. Als weltweit teuerster versicherter Unwetterschaden im Jahr 2013 gilt ein Hagelsturm in Deutschland mit einer versicherten Schadenssumme von 2,8 Mrd. Euro (Gesamtschaden 3,6 Mrd. Euro). Im Juni 2014 verursachte der Sturm Ela in Deutschland, Belgien und Luxemburg wirtschaftliche Schäden von 2,3 Mrd. Euro und versicherte Schäden von 1,8 Mrd. Euro.

Ein weiterer Trend sind zudem dauerhaft anhaltende Wetterlagen. Dazu zählen Hitzewellen und Dürren bei Hochdruckeinfluss oder Überschwemmungen bei Tiefdruck. So verursachten die Überschwemmungen in Deutschland, Tschechien und Österreich zurückzuführe im Jahr 2013 einen Gesamtschaden von 9,7 Mrd. Euro – davon waren 2,4 Mrd. Euro versichert. In Großbritannien führten Fluten um die Jahreswende zu wirtschaftlichen Schäden von 1,1 Mrd. Euro und versicherten Schäden von 800 Mio. Euro. Um die Bilanzen von Erstversicheren gegen meteorologische Unsicherheiten zu schützen, eignen sich verschiedene Rückversicherungsdeckungen. (vwh)

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