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Munich Re und Allianz gehen leer aus

24.11.2016 – Aufsichtsraete_vwh372.100 Euro verdienen die Aufsichtsratsvorsitzenden der Dax-Unternehmen. 4,4 Prozent mehr Gehalt erhalten die Chefaufseher der Dax-Konzerne damit mehr. Munich Re und Allianz liegen dabei im Trend: Sie zahlen ihren Aufsehern einen festen Satz. “Das ist eine einfache und transparente, aber nicht unbedingt die beste Lösung”, kommentiert Ralph Lange, Willis Towers Watson, das Ergebnis der aktuellen Studie.

Aufsichtsräte sind in den letzten Jahren vor komplexere Aufgaben gestellt, Verantwortung und Haftungsrisiko stiegen. “Dementsprechend haben viele Dax-Unternehmen in den vergangenen Jahren auch die Vergütung ihrer Aufseher angepasst. Auch im internationalen Vergleich befindet sich die Aufsichtsratsvergütung in Deutschland auf einem passenden Niveau”, kommentiert Helmuth L. Uder, Managing Director Board & Executive Compensation bei Willis Towers Watson, die Ergebnisse.

Die Aufsichtsratsvorsitzenden von Allianz und Munich Re konnten am Wachstum kaum bzw. nicht partizipieren. Helmut Perlet (Allianz) erhält 372.000 Euro, seine Vergütung ist ein Prozent höher als im Vorjahr; Bernd Pischetsrieder (Munich Re) muss eine Kürzung von einem Prozent hinnehmen, er erhält 320.000 Euro. Am meisten zahlen Deutsche Bank (800.000 Euro), Siemens (608.000 Euro) und BMW (600.500 Euro) ihren Aufsichtsratsvorsitzenden. Die geringste Vergütung zahlte Merck mit 97.800 Euro.

Zur Festvergütung übergegangen sind die meisten Dax-Konzerne, zumindest im Aufsichtsrat. Auch die letzten 13 Prozent mit variabler Vergütung werden in Zukunft umstellen, prognostiziert Willis Towers Watson. “Das ist eine einfache und transparente, aber nicht unbedingt die beste Lösung”, erklärt Ralph Lange, Manager Executive Compensation bei Willis Towers Watson.

Einerseits müssen die Aufsichtsräte den Vorstand kontrollieren, hierzu passe eine feste Vergütung; anderseits sollen sie auch die Strategie begleiten, gibt Lange zu bedenken. Eine Vergütung müsse sich daher auch am langfristigen Unternehmenserfolg orientieren. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt daher, auch erfolgsorientierte Bestandteile in die Aufsichtsratsvergütung einzubauen.

Seit 2016 müssen Dax-Konzerne eine Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten einhalten, mit 29 Prozent (2015: 26 Prozent) wird diese nur knapp unterschritten. In 13 Unternehmen müssten also noch durchschnittlich zwei Frauen in den Aufsichtsrat berufen werden. Lange schätzt, dass die Dax-Unternehmen noch drei Jahre brauchen bis sie die Quote erfüllen. (vwh/de)

Bildquelle: vwh

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