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Munich Re meldet wenig Großschäden aus Naturkatastrophen im ersten Halbjahr

10.07.2014 – sturm-unwetter-gewitter-wolken-150Eine erfreulich geringe Schadenlast weltweit hat die Statistik der Naturkatastrophen des ersten Halbjahres 2014 geprägt. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden blieben bis Ende Juni mit 42 Mrd. US-Dollar ebenso wie die versicherten Schäden mit 17 Mrd. Dollar erheblich unter den Durchschnittswerten der vergangenen zehn Jahre (95 Mrd. Dollar bzw. 25 Mrd. Dollar). Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen vergleichsweise niedrig war.

Durch Naturkatastrophen kamen im ersten Halbjahr 2.700 Menschen ums Leben, deutlich weniger als sonst in den ersten sechs Monaten eines Jahres (Zehn-Jahres-Durchschnitt: 53.000). Insgesamt ereigneten sich rund 490 schadenrelevante Naturkatastrophen. Die höchsten gesamtwirtschaftlichen Schäden entstanden in den USA (35 Prozent) gefolgt von Europa und Asien (je 30 Prozent).

„Es ist natürlich gut, dass die Naturkatastrophen zuletzt relativ glimpflich verliefen“, sagte Torsten Jeworrek, im Vorstand von Munich Re für das weltweite Rückversicherungsgeschäft zuständig. „Aber man darf nicht vergessen, dass sich die Risikolage insgesamt nicht verändert hat. Schadenmindernde Maßnahmen müssen deshalb weiterhin im Vordergrund stehen. Sie schützen Menschenleben und sind volkswirtschaftlich sinnvoll, denn sie sparen meist ein Vielfaches durch dann geringere Schäden ein.“

Welche Bedeutung der Schadenanfälligkeit zukommt, zeigte sich bei zwei Schneestürmen in Japan, die im Februar insbesondere Zentraljapan mit der Hauptstadt Tokio trafen. Gesamtschäden von rund fünf Mrd. Dollar und versicherte Schäden von mehr als 2,5 Mrd. Dollar ergaben die weltweit höchste Schadenssumme im ersten Halbjahr.

Der Rekordwinter in Nordamerika mit extrem kalten Temperaturen und hohen Schneemengen über längere Zeit in weiten Teilen der USA und Kanadas führte ebenfalls zu signifikanten Schäden. Insgesamt betrugen die Schäden aus verschiedenen Blizzard- und Wintersturmereignissen etwa 3,4 Mrd. Dollar. Am schadenträchtigsten war ein Schneesturm in der ersten Januarwoche: Hier betrug der Schaden 2,5 Mrd. Dollar, davon waren 1,7 Mrd. Dollar versichert.

Hohe versicherte Schäden verursachte eine Unwetterfront, die am 9. Juni über Westdeutschland zog. Lokal gab es starke Schäden durch Sturmböen und Hagel, so etwa in der Region um Düsseldorf. Insgesamt lag der versicherte Schaden bei 890 Mio. Dollar (650 Mio. Euro), während der Gesamtschaden bei rund 1,2 Mrd. Dollar (880 Mio. Euro) lag. Die Unwetterfront war zuvor über Frankreich und Belgien gezogen und hatte dort im Departement Yvelines hohe Schäden verursacht. Insgesamt dürfte der Schaden dieser Unwetter in den verschiedenen Ländern in der Größenordnung von 3,1 Mrd. Dollar (2,3 Mrd. Euro) liegen, der versicherte Anteil bei etwa 2,5 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro).

Die Tornadosaison in den USA, die zwischen Mai und Juli ihren Höhepunkt erreicht, verlief bislang unterdurchschnittlich. Bis Ende Juni zählte die US-Wetterbehörde NOAA 721 Tornados im Vergleich zu 1.026 im Schnitt der Jahre 2005-2013. (vwh)

Bild: Relativ wenige Katastrophen haben sich im ersten Halbjahr 2014 über den Köpfen der Menschen weltweit zusammengebraut. (Quelle: ak)

Link: Vergleichsweise wenig Großschäden aus Naturkatastrophen im ersten Halbjahr

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