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Multikulturelle Profile sind bei Versicherern betriebliche Normalität

13.08.2015 – multikulturell_pixelioKulturelle Vielfalt macht stark. Dies haben auch die Versicherer erkannt. Denn mittlerweile gehören multikulturelle Profile im Innen- wie Außendienst zur betrieblichen Normalität, die sich durchaus bereichernd auswirken kann. Allerdings müssen die Unternehmen dadurch auch mit den Themen rund um Aufenthalt und Arbeitsgenehmigung, was der Unterstützung im Antragsprozess zugute kommt, vertraut sein.

Ein Praxisbeispiel bietet die Konzernzentrale der Hannover Rück: “Allein am Standort Hannover haben aktuell rund zehn Prozent der Mitarbeiter einen ausländischen Pass, die Belegschaft setzt sich aus 39 Nationalitäten zusammen. Dazu kommen diejenigen mit deutscher Staatsbürgerschaft, aber mit internationalen Wurzeln”, sagt Alexandra Imhoff, Managerin im Human Resources Management des Rückversicherers.

Für die Hannover Rück bildet die kulturelle Vielfalt nicht mehr nur ein Erfolgskriterium für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie verhelfe auch zu einem “Verständnis für den Kunden und die Fähigkeit, mit ihm auf Augenhöhe zu agieren. Dies gelingt manches Mal umso besser, je größer auch die kulturelle Nähe ist – von den Sprachkenntnissen ganz zu schweigen”, betont Imhoff.

Einige Versicherer haben sich mittlerweile mit einer “Charta der Vielfalt” dazu verpflichtet, die Vielfalt der Belegschaft wertzuschätzen und zu fördern. “Dabei legen wir aber keinen expliziten Fokus auf unterschiedliche Nationalitäten, sondern auf verschiedenste Zielgruppen”, sagt Sabine Friedrich von der Unter­nehmenskommunikation der Axa.

So entfaltet die internationale Markttätigkeit ein neues Tempo – nicht zuletzt auch durch die wachsende Zahl der Flüchtlinge, die sich mittel- bis langfristig integrieren werden. Das stellt die Versicherungswirtschaft vor neue Herausforderungen. “Die Gesellschaft wird insgesamt diverser. Für Versicherer heißt das, dass wir uns noch bedarfsorientierter aufstellen und differenzierter auf Kunden zugehen müssen,” ergänzt Friedrich.

Internationalisierung sei außerdem “für die Generali in Deutschland ein wichtiges strategisches Ziel”, sagt Dirk Brandt von der Generali-Pressestelle. Vor diesem Hintergrund habe man “in den vergangenen Jahren unsere internationalen Entsendungen deutlich gefördert”. Bestes Beispiel: Beyhan Sözeri ist Gebietsdirektor der Generali Versicherungen der Filial­direktion Kiel. Der Deutsche mit “türkischen Wurzeln” ist angekommen und hat im Außendienst des Münchener Versicherers Karriere gemacht (siehe DOSSIER). (vwh/td)

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Bildquelle: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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