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Moody’s: Stabiler Ausblick für Schaden- und Unfall – Ausblick für Leben negativ

13.12.2013 – MoodysDie günstige Prämienentwicklung wird bei den deutschen Schaden- und Unfallversicherern im kommenden Jahr zu Rentabilitätssteigerungen führen und ist maßgeblich für den stabilen Ausblick in diesem Segment verantwortlich. Zu dieser Einschätzung gelangt die internationale Ratingagentur Moody’s Investors Service in einer neuen Branchenstudie. In der Lebensversicherungssparte werden die niedrigen Zinsen jedoch weiter auf die Margen der Versicherer drücken und sind der wesentliche Grund für den negativen Ausblick.

Aufgrund der Vielzahl von unwetterbedingten Schadensfällen im Jahr 2013 werden die deutschen Schaden- und Unfallversicherer schwache Ergebnisse und steigende kombinierte Schaden-Kostenquoten ausweisen. Laut Moody’s werden diese schwachen Ergebnisse jedoch die positive Preisdynamik stützen, die seit 2011 auf dem deutschen Versicherungsmarkt, einschließlich in der Kfz-Versicherung, eingesetzt hat. Moody’s geht davon aus, dass vor allem die deutschen Kfz-Versicherer bis Ende 2014 kombinierte Schaden-Kostenquoten von rund 100 Prozent oder darunter ausweisen werden, nachdem im Versicherungsgeschäft jahrelang hohe Verluste gemacht und bei der Combined Ratio Spitzenwerte von 107 Prozent erreicht wurden.

Moody’s zufolge werden die niedrigen Zinsen die Margen der Lebensversicherer weiter schmälern. Die erwirtschafteten Anlagerenditen der Versicherer (ohne realisierte Gewinne) werden sich in den nächsten ein bis anderthalb Jahren weiter rückläufig entwickeln, da neue Kapitalanlagen weniger Rendite als ältere, fällig werdende Kapitalanlagen abwerfen, und der durchschnittlichen Garantieverzinsung annähern. Nach Auffassung von Moody’s nimmt der Spielraum für die Lebensversicherer daher zusehends ab, die Verzinsung für die Versicherungsnehmer zu senken, und ihre Margen werden sich weiter einengen.

Solvency II dürfte laut Moody’s zwar zu einer Stärkung des Risikomanagements und zu einer Begrenzung aggressiver kommerzieller Praktiken auf dem deutschen Markt führen. Allerdings bedeutet die lange Übergangsphase, die für die Umsetzung dieses neuen Regelwerks aller Voraussicht nach vereinbart werden wird, dass Solvency II nicht als Katalysator für kurzfristig bedeutende Veränderungen dienen wird. (vwh)

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