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Monte Carlo: Veranstalter schließen Terrorpolice ab

14.09.2016 – ed_cptDer Rendez-Vous-Veranstalter, ein Verein monégassischen Rechts, hat für 2016 erstmals besonders strikte Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Insbesondere anlässlich des Montags-Cocktails hätten sich zahllose Sicherheitsbeamte im Forum Grimaldi befunden. Auch die Taschenkontrollen an den Hotels seien neu gewesen. Zudem sei eine spezielle Terrorpolice abgeschlossen worden.

Sie deckt demnach 175 Mio. Euro Haftpflicht je Ereignis und orientiert sich erst in zweiter Linie nach den Haftpflichtdeckungen der ortsansäßigen Hotels. Ursprünglich habe man nur 150 Mio. einkaufen wollen, den Auftrag dann aber erhöht. Hinsichtlich der Prämienhöhe war nichts in Erfahrung zu bringen. Besonders fürchteten die Veranstalter anscheinend eventuelle Klagen von Teilnehmern aus den USA. Möglicherweise wollte man nach dem Terrorakt von Nizza durch Einkauf der Police beweisen, dass Londoner Underwriter willens seien, das Risiko noch in Deckung zu übernehmen.

Die Platzierung bei einer Reihe von Lloyd’s Syndikaten besorgte der Erstversicherungsmakler Carene (Directeur Général: Christine Moulinier), der sich wiederum des Londoner Maklers Ed. bediente. Der Umfang der Deckung relativiert sich, bedenkt man die bei anderen Attentaten der jüngeren Zeit entstandenen wirtschaftlichen Kosten: 400 Mio. Euro in Paris, 160 Mio. Euro am Brüsseler Flughafen. Der Umfang der jetzt eingekauften Deckung könnte Maßstäbe für ähnliche Kongressveranstaltungen setzen.

Als eine abgekürzte Hommage an den Kaffeehausbesitzer Edward Lloyd nennt sich übrigens ab sofort der achtgrößte Londoner Versicherungsmakler “Ed.”. Nach zahllosen Fusionen vorangegangener Maklerhäuser hatte sich aus den Namen von deren längst verblichenen Gründern ein Abkürzungssalat ergeben, an deren Stelle nun ein frisches Image treten soll. Ed. Sieht sich dementsprechend nicht als Kaffeehausbetreiber sondern als international agierender “Sexy Barista“. Vorstandschef ist Steve Hearn. Die Rückversicherungsdienste leiten Seymour Matthews als Chairman und der von Willis gewechselte Kieran Angelini-Hurl als CEO. (cpt)

Bildquelle: cpt

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