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Mitarbeiterbindung gegen Fachkräftemangel

30.03.2015 – vdu_logo_150Deutschlands Unternehmerinnen bekommen den Fachkräftemangel immer stärker zu spüren: 42 Prozent haben derzeit Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Im Vorjahr waren es noch 33 Prozent. Das zeigt die aktuelle Unternehmerinnenumfrage 2015, für die der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und die Deutsche Bank mehr als 300 VdU-Mitglieder befragt haben.

Dringend gesucht werden insbesondere Fachkräfte mit Berufsausbildung (74 Prozent) und Hochschulabschluss (44 Prozent). Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, investieren Unternehmerinnen verstärkt in die Bindung von Mitarbeitern. 67 Prozent der Befragten bieten Weiterbildung an. 63 Prozent setzen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein – mit einem Plus von zehn Prozentpunkten ist dies der größte Bedeutungszuwachs gegenüber dem Vorjahr. Wichtigstes Vereinbarkeitsinstrument ist mit 71 Prozent die Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Trotz des zunehmenden Fachkräftemangels nutzen die Unternehmerinnen das Potenzial von Wiedereinsteigern bislang noch zu wenig. Aktuell geben nur 38 Prozent der Unternehmerinnen an, Rückkehrer eingestellt zu haben, 20 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Die Befragten sind sich über den Nutzen von Wiedereinsteigern im Klaren: Vorteile sehen sie vor allem im Bereich der Wissenssicherung. Befürchtete Qualifikationslücken wirken jedoch bislang als Hemmfaktor – 47 Prozent betrachten den hohen Schulungsbedarf der Wiedereinsteiger als Hürde.

Die Arbeit der Großen Koalition sehen die Unternehmerinnen eher kritisch: Eine relative Mehrheit von 41 Prozent äußert sich unzufrieden. Als wichtigste Voraussetzungen für langfristiges Wachstum fordern Unternehmerinnen den Abbau bürokratischer Vorschriften und einen verlässlichen politischen Rahmen. (vwh)

Link: Webseite Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU)

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