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Milliardeninvestitionen in digitale Versicherer

04.03.2016 – In 2015 wurden weltweit rund 2,65 Mrd. US-Dollar in digitale Versicherungsunternehmen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Finanzchef24, die sowohl Start-ups als auch etablierte Unternehmen im deutschen, britischen und US-amerikanischen Markt untersicht hat. “Die Höhe der Finanzierungsrunden zeigt uns, dass Investoren das Potenzial von InsurTech-Unternehmen erkannt haben”, sagt Felix Schollmeier, Mitgründer und Geschäftsführer der Finanzchef24 GmbH.

“InsurTechs sind kein kurzfristiges Phänomen, sondern fester Bestandteil der Versicherungsbranche der Zukunft”, ergänzt Schollmeier. Dabei lassen sich die Geschäftsmodelle der InsurTech-Unternehmen laut Finanzchef24 GmbH in verschiedene Kategorien einteilen:

  • Marketplace/Aggregator: Vergleichsportale mit meist unterschiedlichen Produkten/unterschiedlichen Versicherern
  • Insurance Management: Versicherungsverwaltung – vom digitalen Versicherungsordner bis hin zu Verwaltungsprogrammen für Unternehmen (sogenannte “Employee-Benefits”-Systeme, die auch Versicherungen beinhalten)
  • Direct Insurer/Tied Agent: Direktversicherer sowie Mehrfachagenten (Vermittler, die exklusiv für einen oder mehrere Versicherer arbeiten) mit dem Ziel eines Online-Abschlusses
  • Peer-2-Peer/Cashback: Unternehmen sammeln Versicherungsbeiträge mit dem Ziel der (teilweisen) Rückerstattung der Beiträge (unter anderem zu karitativen Zwecken)
  • Sales Tools/Software: InsurTechs stellen Unternehmen, Versicherern oder Maklern Technologie zur Vermittlung oder Analyse von Versicherungsdaten zur Verfügung

Laut Finanzchef24 wurden 2015 demnach weit über 500 Mio. US-Dollar in Start-ups und etablierte Insurtechs der Kategorien Marketplace/Aggregator und Insurance Management investiert. Besonders gefördert wurden vor allem B2B-Geschäftsmodelle sowie der Gesundheitssektor.

“Die Bedeutung der InsurTechs gerade in den USA zeigen die hohen Investitionen in bereits etablierte Unternehmen wie Insureon oder Cover Hound”, ergänzt Schollmeier. “In Deutschland hingegen erhielten etablierte InsurTechs bisher nur wenig finanzielle Unterstützung – und wenn, dann nicht in vergleichbarer Höhe.” (vwh/td)

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