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Mifid II: EU sieht kein Provisionsverbot vor

16.01.2014 – Die Europäische Union hat sich auf die neue Finanzmarktrichtlinie „Markets in Financial Instruments Directive“ (Mifid II) geeinigt. Ein mögliches Provisionsverbot für Versicherungsvermittler scheint erst einmal abgewendet.

Im Dezember 2013 hatten unterschiedliche Medien gemeldet, dass auf europäischer Ebene ein Provisionsverbot für unabhängige Finanzvermittler beschlossen sei. Das ist offensichtlich nach der jüngsten Verhandlung der Trilog-Parteien jetzt nicht mehr vorgesehen. In seiner Stellungnahme betont EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier aber, dass hinsichtlich der Provisionsfrage eindeutig zwischen unabhängiger Beratung (independent advice) und abhängiger Beratung (non-independent advice) unterschieden werde. Auch soll eine Begrenzung der Provisionen eingeführt werden.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kritisiert indes die Entscheidung der Europäischen Union, mit der neuen Finanzmarktrichtlinie Mifid II auch die Regeln für den Versicherungsvertrieb zu ändern. “Auf EU-Ebene gibt es mit der Novellierung der Versicherungsvermittlerrichtlinie (IMD 2) bereits ein Regulierungsvorhaben für den Versicherungsmarkt”, betont GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürstenwerth. “Wünschenswert wäre eine Regulierung aus einem Guss gewesen.”

Mifid II regelt den Vertrieb von Fonds, Anleihen oder Derivaten durch Banken und Wertpapierfirmen. (jko)

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