Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Mehr als ein Drittel der Lebensversicherer mit überdurchschnittlichem Rating

23.10.2013 – Morgen & Morgen_logoIm aktuellen Rating von 71 Lebensversicherern stellte das Analysehaus Morgen & Morgen wie im Vorjahr einem guten Drittel der Unternehmen ein überdurchschnittliches Urteil aus. 21 Versicherer wurden mit „durchschnittlich” und zwanzig mit „schwach” beurteilt. Vier erhielten die Bewertung „sehr schwach”.

16 Lebensversicherer wurden mit „ausgezeichnet” geratet. Die Bestnoten erhielten hier die Allianz, Alte Leipziger, Debeka, Europe, HUK-Coburg, InterRisk, LVM, R+V, R+V a.G., und die WGV. Morgen & Morgen betrachtete die Bilanzen der Unternehmen über den Zeitraum der vergangenen fünf Jahre. Bei der Entwicklung der Rating-Noten seit dem Jahr 2011 zeigt sich, dass die Anzahl der Unternehmen mit den Bewertungen „sehr schwach” rückläufig waren (2012: 5; 2011: 7). Dafür gab es aber mehr schwache Bewertungen (2012: 18 2011: 14).

Für den Geschäftsführer von Morgen & Morgen, Stephan Schinnenburg, sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund der schwierigen Kapitalmarktlage dennoch „ein deutliches Indiz dafür, dass die Maßnahmen der Versicherer greifen und sie größtenteils sowohl stabil als auch flexibel genug aufgestellt sind, um auch in schwierigen Zeiten bestehen zu können”. Beim Belastungstest urteilte das Analysehaus, dass die Situation der Lebensversicherer „eher stabil als dramatisch” ist. Obwohl die Bewertungen dort im Vergleich zum Vorjahr nach unten gegangen sind, fiel keines der Unternehmen durch.

Morgen & Morgen stellt fest, dass die aktuelle Nettoverzinsung in der Branche einen Höchstwert mit 4,52 Prozent erreicht hat. Der Anstieg sei aber vor allem auf die Realisierung von Bewertungsreserven zurückzuführen. Zum anderen erlaube dieser Wert noch keine Aussage über die Überschussbeteiligung, die letztlich beim Kunden landet. Zum Beispiel drückten die Zinszusatzreserven, die im Rahmen der zu bedienenden Bestandszinsen zu bilden sind, auf die Überschussbeteiligung. Die Aufwände für die Erhöhung der Zinszusatzreserve haben nach Information von Morgen & Morgen 2012 im Schnitt knapp 14 Prozent der Zinserträge ausgemacht. Die M&M-Analysten rechnen in den nächsten Jahren mit einem weiteren Sinken des Referenzzinses und einem damit verbundenen Anstieg der Zinszusatzreserven. Die Auswirkungen der Belastungen durch die Zinszusatzreserve erkennt Morgen & Morgen beispielsweise in den rückläufigen RfB-Quoten sowie in den gesunkenen Überschussquoten. (vwh)

Link: Krisenzeugnis: Lebensversicherer auf dem Prüfstand (mit Ergebnis-Übersicht)

Autor:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten