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Markt für Wetterversicherungen wird wachsen

05.11.2013 – starkregen-222Gegenüber den USA und Asien ist das Geschäft mit Wetterversicherungen in Deutschland noch unterrepräsentiert. Dieses würde in Zukunft aber wachsen, erklärt Olga Mursajew, geschäftsführende Gesellschafterin der WetterProtect GmbH, in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Vor allem deutsche Erstversicherer näherten sich diesem Geschäft erst langsam an. „Zurzeit sind HDI und VHV die einzigen Anbieter von Wetterrisikoversicherungen”. Die fehlende Erfahrungskompetenz und die geringe Standardisierung der Produkte aufgrund von geringen Stückzahlen stellten noch eine Hürde dar. Wetterversicherungen leisten einen finanziellen Ausgleich von wetterbedingten Umsatzeinbußen. Auch können wetterbedingte Mehrkosten kompensiert werden. Einen Schutz bieten diese Policen zum Beispiel in der Baubranche. Dort fallen etwa Vertragsstrafen für die Nichteinhaltung einer Fertigstellungsfrist an. Sobald ein direkter Zusammenhang zwischen einem Wetterereignis und dem operativen Ergebnis besteht, kann eine Wetterversicherung die Einbußen ausgleichen.

Wetterversicherungen decken Risiken von nicht-katastrophalen Ereignissen. Diese grenzen sich von extremen Formen des Wetters wie Hurrikans, Tornados oder Fluten ab. Mursajew verdeutlicht, dass für die Auszahlung kein Schadennachweis erforderlich ist. Das sei eine Besonderheit von Wetterversicherungen. Maßgeblich seien „die im Vorfeld festgelegten Messwerte an einer unabhängigen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes”. Der Versicherungsnehmer könne das zu versichernde Wetterereignis mit entsprechenden Grenzwerten wählen. Die Auszahlung erfolge, sofern an der festgelegten Wetterstation das abgesicherte Wetterereignis gemessen wurde. Im Vergleich zu gängigen Versicherungen findet bei Wettersicherungen kein Ausgleich im Kollektiv statt. Die Prämie beziehe sich auf „das individuell abgesicherte Risiko”.

Für die Prämienkalkulation werden nach Aussage von Mursajew unterschiedliche Modelle verwendet. Auf der Basis historischer Wetterdaten werden Verteilungen geschätzt und durch Trendanalysen ergänzt. Aufgrund der Komplexität der Risikomodelle unterstützen spezielle Dienstleister Erst- und Rückversicherer bei der Ermittlung eines risikogerechten Preises.

Foto: Schlechtes Wetter hat viele Gesichter – der Markt wächst. (Quelle: ak)

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