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Fondspolicen-Rating in drei Varianten

11.10.2016 – Lebensversicherung_Fotolia“Auf dem Markt der Fondspolicen herrscht eine fast schon babylonische Verwirrung”, bemerkt das Beratermagazin VALUE in seiner neuesten Ausgabe, die am 15. Oktober erscheinen wird. Das bestätigt der Map-Report, der beim ersten Fondspolicen-Rating nur sieben Teilnehmer registrieren konnte. Beim jetzt erschienenen überarbeiteten Map-Report Nr. 886 wurde vornehmlich eine auf öffentlichen Daten basierende Bewertung vorgenommen.

Das habe zwar nicht die analytische Tiefe einer umfangreichen Unternehmensbefragung, konstatiert Chefredakteur Reinhard Klages, biete aber dennoch ein aussagekräftiges Kompendium. Bei den Vertragswerten zu den Beispielrechnungen wurden sämtliche Daten vom unabhängigen Analysehaus Morgen & Morgen zur Verfügung gestellt. Trotz des neuen Bewertungsansatzes und variierter Gewichtungen bei den klassischen Ratingkennzahlen, vor allem im Bilanz- und Serviceteil, korrespondieren die Ergebnisse der bewerteten Gesellschaften mit denen der bisherigen Lebensversicherungsratings der Map-Report-Redaktion.

Mit Allianz, Neue Bayerische Beamten und Stuttgarter zählen drei Gesellschaften mit sehr guter Bewertung zur Spitzengruppe, die auch in dem auf klassischen Produkten basierten P-Rating, Map-Report 878, zu den Testsiegern gehörten. Neben Interrisk bestätigten auch Condor, Continentale und Swiss Life das “mm” für sehr gute Leistungen aus dem Klassik-Rating des Vorjahres. Rating-Sieger mit der Bewertung “mm” ist die Alte Leipziger mit leichtem Vorsprung vor Interrisk, Continentale und Stuttgarter. Die höchste Bewertung “mmm” für hervorragende Leistungen wurde nicht vergeben.

Seit einigen Jahren werden zunehmend Fondspolicen mit Garantien ausgestattet. Etwa zwei Dutzend Anbieter haben fondsgebundene aufgeschobene Rentenversicherungen im Programm. Untersucht wurden Standard- und Nettopolicen, jeweils mit und ohne Beitragsgarantie. Für jeden Vertrag gibt es drei unterschiedlich lange Aufschubzeiten (zwölf, 20 und 30 Jahre) und mit je zwei Bewertungsfaktoren (Effektivkosten und Rentenfaktor). Insgesamt flossen somit bis zu 24 Datensätze in die Vertragsbewertung ein.

In Art und Umfang der Bewertung ist diese Vorgehensweise ein Novum beim Map-Rating. Über alle Verträge berechnet, gewann die Continentale mit 33,80 von insgesamt 40 Punkten die Vertragswertung vor Alte Leipziger (28,30 Punkte), Neue Bayerische Beamten (27,60 Punkte) und Interrisk (24,60 Punkte). In der ersten Modellrechnung, den Standardverträgen ohne garantiertem Beitragserhalt, gewann Europa mit zehn von zehn Punkten. Auf den zweiten Platz rangiert mit 9,30 Punkten Zurich.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es bei der zweiten Beispielrechnung, den Standardverträgen mit garantiertem Beitragserhalt. Platz eins teilen sich Continentale und Stuttgarter mit je 9,40 von maximal zehn Punkten. Dicht dahinter rangieren zweitplatziert Allianz und HanseMerkur mit jeweils 9,20 Punkten. Auch die Hannoversche, mit 8,90 Punkten auf Rang drei, hält Anschluss an die Spitzengruppe.

Die dritte Vertragskonstellation, Nettopolicen ohne Beitragsgarantie, dominiert Mylife mit 9,90 von maximal zehn Punkten. Auf den Platzierungen zwei und drei stehen mit deutlichem Abstand Interrisk und Neue Bayerische Beamten mit 7,90 beziehungsweise 7,50 Punkten. In den vierten und letzten Modellrechnungen, den Nettopolicen mit garantiertem Beitragserhalt, zog die Continentale noch einmal alle Register und erreichte mit zehn Zählern die maximale Punktzahl. Mit 8,50 Punkten landete die Alte Leipziger auf Position zwei und Neue Bayerische Beamten ging drittplatziert mit 6,20 Punkten aus dem Rennen. (vwh/wo)

Bild: Absicherung im Alter. (Quelle: Fotalia)

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