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Map-Report: Eigenmittelausstattung der Lebensversicherer hervorragend

13.06.2014 – Manfred Poweleit, Herausgeber des Map-Reports und anerkannter Branchenkenner, hat in einem Langzeit-Vergleich für den Zeitraum 2003 bis 2013 nachgewiesen, dass auch in einer Phase der Niedrigzinspolitik die Eigenmittelausstattung der Lebensversicherer nicht nachhaltig gelitten hat.

Nach seinen Berechnungen, nachzulesen in der aktuellen Ausgabe des Map-Reports, betrug die Eigenmittelausstattung über alle Sparten im Jahre 2013 rund 98,7 Mrd. Euro. Das sind 6,6 Mrd. Euro oder 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die höchste Solvabilität entfällt dabei auf die Lebensversicherer, die ihren Kontrollwert um 1,5 Mrd. Euro oder 2,6 Prozent auf 59,8 Mrd. Euro gesteigert haben. Map-Report stellt dabei fest, dass die absolute Höhe der LV-Solvabilität von der Größe des Unternehmens abhängig sei. So führe die Allianz mit 10,9 Mrd. Euro die Rangliste an, vor R+V (3,2 Mrd. Euro), Debeka (2,8 Mrd. Euro), Ergo (2,5 Mrd. Euro) und Generali (2,2 Mrd. Euro).

Als „viel spannender“ bewertet Map-Report hingegen die Solvabilitätsquoten, also das Verhältnis der vorhandenen Solvabilität in Prozent der von der Versicherungsaufsicht geforderten Größe. Die mit Abstand beste Solvabilität der deutschen Lebensversicherer zeigt die Nr. 64 der Branche, die Mecklenburgische. Mit einer Solvabilitätsquote von 300 Prozent hat sie die dreifache Eigenmittelausstattung im Verhältnis zu den Anforderungen der Aufsicht. Hohe Solvabilitäten unter den Lebensversicherern weisen auch myLife (270,3 Prozent), VHV Leben (268,3 Prozent), Direkte Leben (266,8 Prozent) und Stuttgarter (237,3 Prozent) auf. Die Teilnehmer dieser Gruppe gehören laut Map-Report eher zu den kleineren bis mittleren Anbietern. „Das gerne postulierte Vorurteil, die Großen kämen leichter durch Krisen, darf als widerlegt angesehen werden“, erläutert der Experte.

Einen erheblichen Ausbau der Solvabilität haben die Schaden- und Unfallversicherer vorzuweisen. Ihre Eigenmittel stiegen um knapp fünf Mrd. Euro oder 17,4 Prozent auf 33,4 Mrd. Euro. Einen noch höheren Aufbau der Eigenmittelausstattung haben danach die Schadenversicherer Debeka (21,2 Prozent), Continentale (20,6 Prozent) und Cosmos (18,9 Prozent) vorzuweisen. Die Solvabilitätsquote der Sparte beträgt 343,2 Prozent nach einem Anstieg um 6,2 Prozentpunkte. Die Solvabilitätsquoten sind bei manchen Schaden- und Unfallversicherern höher als in Leben oder Kranken. In manchen Fällen handelt es sich um relativ kleine Unternehmen.

Spektakulär, so in der Untersuchung nachzulesen, werden Solvabilitätsquoten, wenn die Schadenversicherer mit den Eigenmitteln nicht nur das eigene Geschäft abzusichern haben, sondern damit auch Konzernführungsaufgaben wahrnehmen. Das betreffe zum Beispiel die prominenten Versicherer DEVK a.G. (Solvabilitätsquote 1.982,3 Prozent), Huk-Coburg a.G. (1.075,1 Prozent), Öffentliche Versicherung Braunschweig (661,6 Prozent), die Oldenburgische Landesbrandkasse (567,1 Prozent), LVM (566,2 Prozent) und VGH (540,7 Prozent). Die private Krankenversicherung hat eine Solvabilität von 5,4 Mrd. Euro vorzuweisen. Der Wert sei laut Map-Report um 169,8 Mio. Euro oder 3,2 Prozent gestiegen. „Die Solvabilität ist ein bei der Versicherungsaufsicht beliebtes Mittel, um die Sicherheit von Produktanbietern zu überprüfen. Es wäre für Verbraucher und Analysten sicherlich hilfreich, wenn die Eigenmittelausstattung auch für nicht einheimische Anbieter veröffentlicht werden würden“, kritisiert Poweleit abschließend. (wo)

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