Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Maklerpools gehen mit Transparenz unterschiedlich um

16.09.2013 – VERS LeipzigBei den sich auf solidem Wachstumskurs befindenden und einem zunehmenden Verdrängungswettbewerb ausgesetzten Maklerpools wird das Thema Transparenz ungleich behandelt. In der heute erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift Versicherungswirtschaft stellt Professor Fred Wagner, Leiter des Instituts für Versicherungslehre der Universität Leipzig und Gesellschafter der V.E.R.S. Leipzig GmbH dazu die Studie „Maklerpoolanalyse – Entwicklungen, Geschäftsmodelle, Transparenz” vor.

Im Rahmen von Deskresearchs untersuchte V.E.R.S. Leipzig, ein Spin-off des Instituts für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig, 32 ausgewählte Unternehmen. Analysiert wurden Umsätze, Solvenzgrößen, Leistungen sowie Fragen in Bezug auf Courtage und Direktanbindung. Die dort gewonnenen Daten überprüfte das Institut durch Interviews mit 19 verantwortlichen Repräsentanten von Maklerpools.

Nur knapp jeder zweite Maklerpool (45 Prozent) legt seine Jahresbilanz offen. Lediglich 41 Prozent kommen den gängigen Transparenzansprüchen nach und veröffentlichen sämtliche Bestandteile des Jahresabschlusses einschließlich Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Auch sind in der Maklerpoolbranche „die Offenlegung von Umsatzerlösen und Detailangaben zur Aufnahme und zu den Arten von Fremdkapital unüblich”, schreibt Wagner. Ein weiterer Befund der Studie ist, dass zwischen den Ergebnissen des Deskresearch und den Interviews Widersprüche aufgedeckt wurden. In öffentlich zugänglichen Quellen, so Wagner, mangele es an „Informationsgehalt”. Das Thema „Mindestumsatz als Aufnahmevoraussetzung” sei ein Beispiel. In der Studie bekennt sich nur der Maklerpool Akkurat Financial Service zu dieser Barriere für Neuzugänge. Für die übrigen 27 Pools ließen sich keine Aussagen finden. Ein Unternehmen, so Wagner, das den Mindestumsatz für Neubeitritte fordert, „hält sich in öffentlich zugänglichen Quellen zu diesem Thema zurück”.

Auch die Befunde zu den Abrechnungszyklen von Courtagen in öffentlich Quellen sind unvollständig. Bei knapp der Hälfte der 32 Pools fehlten dort Angaben. In Bezug auf die Offenlegung von Courtagesätzen konnten bei 81 Prozent aller Maklerpools ebenfalls keine Informationen gefunden werden. In den Interviews aber waren die Maklerpools gesprächsbereit. So gaben zwölf der 19 interviewten Unternehmen an, ihre Courtagesätze zu veröffentlichen.

Links: Nähere Informationen in der Versicherungswirtschaft vom 15.09.2013, Bestellung der Maklerpoolanalyse bei V.E.R.S Leipzig

Autor:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten