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Makler fordern einfachere LV-Produkte

16.12.2013 – Im Lebensversicherungsgeschäft fordern Makler verständliche und transparente Produkte. Auch seien bei den Kunden Angebote mit mehr Flexibilität gefragt. Das ist eines der zentralen Ergebnisse von einstündigen Experteninterviews bei 30 hauptberuflichen Versicherungsmaklern, die das Marktforschungsunternehmen Heute und Morgen durchführte.

Die Makler beurteilen das LV-Geschäft mit großer Skepsis. Das rückläufige Geschäft in der privaten Altersversorgung führen die Vermittler nicht allein auf die niedrigen Garantiezinsen zurück. Vielmehr kritisieren sie die Medien durch das „Totschreiben” der Leben-Sparte und den Beschädigungen des Anbieter-Images. Die Vermittler erwarten von den Versicherern „Produkthighlights”, die dieser Entwicklung entgegenwirken.

Der große Trend in der Lebensversicherung geht in Richtung fondsgebundener Garantieprodukte. Bei diesen Angeboten aber verlangen sie eine geringere Komplexität. Die Kunden würden die Produkte nicht mehr verstehen, heißt es. Dementsprechend bedeutsam ist die Rolle des Maklerbetreuers. Einzelne Makler gestehen sogar ein, dass sie nicht das Produkt als Auswahlkriterium für einen Versicherer sehen, sondern die gute Verbindung zum Maklerbetreuer.

Hohen Zuspruch erfahren bei den Maklern Hybridprodukte, „während die insbesondere von den angelsächsischen Lebensversicherern angebotenen With-Profit-Produkte stark polarisieren”, heißt es in einer Information von Heute und Morgen. Potenzial bestehe bei den Indexprodukten. Klare Favoriten kristallisierten sich im Vergleich zu den Klassik-Produkten im Bereich fondsgebundener Lebensversicherungen nicht heraus. Ein wichtiges Auswahlkriterium sind nach der Umfrage die Beitragsgarantien. Ein Teil der Makler, so Heute und Morgen, favorisiere „jedoch auch das von den englischen Lebensversicherern verwendete Smothing und hält die typisch deutschen Garantiemodelle für zu teuer”.

Im Unterschied zu den Fonds-Produkten konzentrieren sich die Makler im klassischen LV-Geschäft auf die Anbieter als Auswahlkriterium und erst sekundär auf die Produkte. Neben dem Vergleichsranking sind die Finanzkraft und das Image der Anbieter zentrales Entscheidungskriterien. Favoriten bei den klassischen Produkten sind mit deutlichem Abstand die Allianz und der Volkswohlbund. (vwh)

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