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LV: Vergütung auf dem Prüfstand

14.11.2014 – Provision_pauline_pixelioDerzeit rechnen und feilen die Lebensversicherer unter Hochtouren an neuen Provisionsmodellen. Was herauskommen wird, ist noch weitgehend ungewiss. Vermittler und Makler könnten in Zukunft mit Kostenausgleichsvereinbarungen oder skalierbaren Courtagen arbeiten. Heute geht es beim Symposium in Köln um Modelle auch unter dem neuen Solvency II-Regime.

Eine Umfrage ergab jüngst, dass einige Versicherer wie Axa, HDI, Ideal und LV 1871 derzeit prüfen, wie sich die Vergütung ab 2015 gestalten wird. Ergo ist schon etwas weiter und kündigt an, 2015 auf jeden Fall zu reagieren.

Es sei eine stufenweise Veränderung im Verhältnis Abschluss- und Bestandsprovision geplant, erklärt Vertriebsvorstand Rolf Wiswesser. „Wir wollen mehr als bisher die Betreuung der Kunden durch unsere Vertriebe vergüten“, ergänzt er. Vor allem in der bAV gebe es bislang häufig gar keine Bestandsprovision, aber viel laufende Arbeit.

Das müsse sich ändern. Weil der Maklervertrieb von Ergo hauptsächlich Komposit- und Krankenversicherungen vermittelt, sind die Auswirkungen des Lebensversicherungsreformgesetzes hier nicht so gravierend.

BVK-Vizepräsident Ulrich Zander warnt vor Gutmenschen – vermeintliche Verbraucherschützer -, die der Auffassung sind, dass jede Form der Provisionsberatung zu Falschberatung führt. Er wehrt sich gegen die permanent steigende Bevormundung des aufgeklärten Kunden (siehe DOSSIER).

Auch die Allianz wird nach Auskunft von Jürgen Kempen, Leiter Maklervertrieb Leben und Kranken, bei Verträgen mit laufenden Beiträgen in Richtung Verteilung der Abschlussprovisionen über die Laufzeit gehen. Er spricht sich klar für das Provisionsmodell aus, weil es gegenüber Honorarmodellen den Vorteil hat, dass sich Kunden kostenlos mehrere Angebote erstellen lassen können. In der Krankenversicherung ist die Allianz jetzt gegenüber freien Vermittlern kulanter geworden. Wenn ein Allianz-Kunde zu einem Makler wechselt, bekommt seit September der Makler Bestandscourtage.

Im Gegensatz zum Allianz-Mann sieht Makler Matthias Helberg das Provisionsmodell nicht für gelungen, für den Kunden genauso wenig wie für den Vermittler: „Das Problem des Maklers ist, dass er im Vorfeld einer Vermittlung Beratungsleistungen erbringt, für die er per Courtage nicht vergütet wird, da im Anschluss nicht unbedingt ein Versicherungsvertrag zustande kommt. Wenn die Rechtsauffassung die sein sollte, dass er in einem solchen Fall Pech gehabt hat, ist der vollkommen logische Rückschluss, dass dann die erfolglosen Vermittlungsversuche durch die erfolgreichen mitfinanziert werden – wodurch sich ein Courtageniveau begründet, das gelegentlich deutlich über dem liegt, was für diese eine erfolgreiche Vermittlung eigentlich notwendig ist.“ (epo/ku)

Bildquelle: Pauline/ pixelio

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