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LV: Gebrannte Kinder in Sachen Garantie

19.11.2014 – Hufeld_seidelBafin-Exekutivdirektor Felix Hufeld warnt die Versicherungsbranche davor, die Provisionsregeln des LVRG zu umgehen. Neue Produkte mit neuen Garantien kommen indes auf den Lebensversicherungsmarkt – mit ungewissem Erfolg.

Zwar sei es erlaubt, höhere Provisionen zu zahlen, als die 25 Promille, die das neue Lebensversicherungsreformgesetz vorschreibe. Doch dass müssten Unternehmen aus ihrer eigenen Marge finanzieren. Felix Hufeld machte bei der Konferenz zu aktuellen Entwicklungen in der Lebensversicherung deutlich, dass eine Umgehung der neuen Provisionsregelung auf Kosten der Kunden als Missbrauch angesehen würde. Es würde systematisch geprüft, was am Markt passiere.

Neue LV-Produkte enthalten daher deutlich weniger Garantien. „Ob diese Produkte ein Erfolg werden, kann man heute noch nicht beurteilen“, sagte hierzu Generali-Vorstand Volker Seidel:

„Wir sind gebrannte Kinder und werden niemals mehr eine so hohe Garantie geben, wie die vier Prozent, die wir in der Vergangenheit versprochen haben.”

Die Entwicklung hin zu garantiereduzierten Produkten begrüßt die Bafin. Jedoch sollte sich, so Hufeld weiter, die Branche keineswegs von klassischen Produkten verabschieden.

„Der Schutz der Branche über die Zinszusatzreserve und intensive Analyse der Schwachstellen einzelner Unternehmen, kann nicht alles sein“, sagte er bei der Konferenz gestern in Köln. „Es muss auch von der Industrie angepackt werden, die Produkte zukunftssicherer zu machen.“

Solche Produkte müssen aber verständlich sein, mahnte der Aufseher. Dabei haben die Versicherer jedoch einen großen Spielraum. „Neue Produkte müssen schon extreme Schwellen von Kauderwelsch erreichen, bis wir missbrauchstechnisch einschreiten“ (usk)

Bild: Volker Seidel (links) und Felix Hufeld.

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