Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Luftfahrt-Versicherer trennen Spreu von Weizen

07.01.2015 – Luftfahrt_Allianz990 Todesopfer waren im vergangenen Jahr in der Luftfahrt zu beklagen, teilt das Aviation Safety Network mit. Damit geht das Jahr 2014 als ein vergleichsweise schlechtes in die Annalen ein. Gleichzeitig sank die Zahl der Flugzeugunglücke auf ein Rekordtief.

Von gleich drei schweren Flugzeugunglücken wird die Sicherheitsstatistik der internationalen Luftfahrt überschattet. Nach Berechnungen des Aviation Safety Networks starben zuletzt in den Jahren 2005 und 2002 mehr als 1.000 Menschen in Flugzeugen. In den 1990er Jahren lag die Zahl der Todesopfer in der Luftfahrt noch regelmäßig über der 1.000er-Schwelle.

21 Flugzeugkatastrophen verzeichnete das unabhängige ASN im vergangenen Jahr. Noch nie war die Zahl so niedrig. 2014 war deshalb nur in der Haftpflichtsparte ein schlechtes Schadenjahr. In der Kasko-Sparte kamen die Versicherer glimpflich davon. Allein 700 Todesopfer waren durch drei Unglücksmaschinen aus Malaysia zu beklagen. Der über der Ukraine abgeschossene Airbus auf dem Flug MH 17 stellt das siebtschwerste Unglück in der Geschichte der Luftfahrt dar.

In der Luftfahrtversicherung ist es bereits im vergangenen Jahr zu Preiserhöhungen gekommen. Allerdings berichtet der Rückversicherungsmakler Willis Re auch von zahlreichen Fällen, in denen die Preise risikoadjustiert nach unten gingen. Viele Versicherer haben ihre Kapazitäten in den Luftfahrtsparten erhöht. Dadurch sind Prämienerhöhungen minimiert worden. Fluggesellschaften mit Schäden hatten Preiserhöhungen von maximal 20 Prozent zu stemmen, verlustfreie Airlines konnten zum Teil Nachlässe von bis zu 7,5 Prozent aushandeln.

Bei der Einordnung des Unglücksjahrs 2014 sollte man den ständig wachsenden Flugverkehr nicht aus den Augen verlieren. 33 Millionen Flüge verzeichnete die International Civil Aviation Organization (ICAO) im vergangenen Jahr. Vor zehn Jahren waren es lediglich 23 Millionen Flüge gewesen. Dieser Trend wurde nur in den Krisenjahren 2008 und 2002 durchbrochen. (ba)

Bildquelle: Allianz

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten