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Licht und Schatten in der Industrieversicherung

12.09.2016 – hartmut_kremer-kensen_akWie stabil ist das Geschäftsmodell der Industrieversicherer? Wo muss die Branche nacharbeiten, wo aufpassen um nicht den Anschluss zu verlieren und gedeihen Start-ups besser innerhalb der Company oder benötigen sie ihren eigenen Schonraum? Mit Fragen wie diesen ging der 11. Industrieversicherungskongress des Gesamtverbandes der versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. (GVNW vormals DVS) im Rahmen der Podiumsdiskussion in München zu Ende.

Wenn er die Nachrichten aus der Branche der Industrieversicherer verfolgt fühlt sich Marsh-Geschäftsführer Georg Bräuchle an das Orchester auf der Titanic erinnert: Die Aktienkurse sinken seit geraumer Zeit auf gesamter Breite, die Zinsen sind so niedrig wie noch nie und ständig liest man neue Schlagzeilen. Trotzdem hieße die Parole business als usual, dabei seinen Nachrichten von Umbau, Entlassungen und Umstrukturierungen ein wichtiges Alarmsignal, so das Mitglied der zentralen Marsh-Geschäftsführung weiter.

Differenzen gab es in der Frage, ob Start-ups ihr eigenes Ökosystem entwickeln sollten oder besser direkt unter den Fittichen des Mutterhauses gedeihen könnten. Bräuchle sah darin das Eingeständnis unternehmerischer Unfähigkeit, Andreas Berger, Mitglied des Vorstandes der Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) vertrat hingegen die Auffassung, Start-ups müssten innerhalb des Konzerns geschützt werden.

Stefan Sigulla, Vorstandsmitglied der HDI Global SE legte Wert auf die Feststellung, man wolle “kein Sklave von Algorithmen werden, sondern Taktgeber”, schließlich “schauen alle in die Zukunft und keiner aufs Geld”. Schließlich kam aus dem Publikum der Vorwurf, die Branche rede zwar immer von Digitalisierung aber tatsächlich ginge alles viel zu langsam und in der Außenwirkung vermitteln falsche Abrechnungen wie sie z.B. kürzlich die Ergo reihenweise produziert habe, den Eindruck man habe die IT als Kernkompetenz nicht im Griff.

Zuvor hatte Axa Konzern-Chef Thomas Buberl sein Ziel für den französischen Versicherungskonzern wie folgt umschrieben: “Wir wollen uns wandeln vom Payer zum Partner der Kunden”. Was früher noch evolutionär abgelaufen sei, erfolge heute revolutionär bzw. gleich disruptiv. Hier sei ein Paradigmenwechsel zu beobachten. Noch habe man aber das Schicksal in der eigenen Hand stellten die Teilnehmer des diesjährigen Symposiums der Industrieversicherer unisono fest.

Im Interview mit VWheuteTV spricht der Geschäftsführer und Chief Brooking Officer von Aon Risk Solution über die Gesamtverfassung des Marktes, betrachtet dabei Teilbereiche und gibt seine Einschätzung zum zukünftigen Geschäftsumfang für das Segment der Industrieversicherung ab:

(Siehe auch KÖPFE). (vwh/ak)

Bild: Hartmut Kremer-Jensen, Geschäftsführer Aon Risk Solutions. (Quelle: Alexander Kaspar)

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