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Leichter Rückgang der Insolvenzen in Frankreich

23.12.2014 – insolvenz_schuetz_pixelioDer internationale Kreditversicherer Coface stellt für dieses Jahr einen Rückgang der Insolvenzen in Frankreich um 0,9 Prozent (62.800) fest und erwartet das auch für 2015 (62.500). Gestützt werde die leichte Besserung von der anhaltenden Konsumlaune der privaten Haushalte und Restrukturierungen in einigen Branchen. Der Gesamtkontext sei jedoch weiter fragil. 92 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen entfielen auf sehr kleine Firmen.

Trotz steigender Arbeitslosigkeit sei der private Konsum in den vergangenen Monaten stabil geblieben, im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 0,6 Prozent gestiegen. Auch die Kreditvergabe an Unternehmen sei im Jahresvergleich (Stand: Ende Oktober) um 0,8 Prozent gestiegen. Das Exportvolumen von Waren und Dienstleistungen habe sich stabilisiert und legte im dritten Quartal um zwei Prozent zu. Die geringe Zahl an Neugründungen habe die Insolvenzentwicklung beeinflusst, denn erfahrungsgemäß sei das Risiko einer Insolvenz in den ersten drei Jahren am größten.

Ende Oktober 2014 lagen die Insolvenzen in der Baubranche um 0,8 Prozent unter denen des Vorjahres. Allerdings verdecke diese Zahl die deutlich höheren Ausfälle, die mit den Insolvenzen einhergehen. Diese Summe sei um 51 Prozent gestiegen. Der Bau leide darunter, dass die Hausbesitzer sich bei Instandhaltungen und Renovierungen zurückhalten. Zudem seien potenzielle Hausbauer übervorsichtig mit Investitionen.

In der Lebensmittelbranche stiegen die Insolvenzen um 2,7 Prozent. Konträr verlaufe die Entwicklung in der Chemiebranche. Sie profitiere von den fallenden Ölpreisen und sei mit einem Minus von 9,2 Prozent die Branche, die den stärksten Rückgang an Insolvenzen verbucht. (vwh/ell)

Bildquelle: Schütz / pixelio.de

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