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Lebensversicherer packen Zinszusatzreserve

30.05.2016 – Geht es nach S&P, stellen Lebensversicherer in den nächsten fünf Jahren insgesamt 78 Mrd. Euro für die Zinszusatzreserve zurück. Sämtliche gelisteten Unternehmen sieht die Ratingagentur dazu auch in der Lage und weist auf die Chancen der ZZR hin.

Auf Basis einer aktuellen Prognose erwartet Standard & Poor’s Experte Sebastian Dany, dass hohe Bewertungsreserven und Erleichterungen in der Berechnung der Zinszusatzreserve Lebensversicherern helfen würden. Zwischen neun und 13 Mrd. Euro pro Jahr sollen demnach pro Jahr in die Zinszusatzreserve fließen.

Prognose ZZR

Grafik: Die jährliche Zuführung in die Zinszusatzreserve und was laut S&P bis 2021 insgesamt in der ZZR steckt. (Quelle: S&P)

Die ZZR sei Fluch und Segen zugleich: Die Zusatzbelastung sieht Sebastian Dany so als “wichtiges Werkzeug zur Reduzierung der Garantien.”

Die Gewinne der Lebensversicherer gehen vermehrt in die Zinszusatzreserve, hatte unlängst das Euro-Magazin festgestellt. Die These: Deutsche Lebensversicherer sitzen im goldenen Käfig, können sich durch regulatorische Vorgaben finanziell kaum mehr bewegen.

“Wir brauchen diese Reserve”, ist sich Felix Hufeld sicher. Als Instrument, Lebensversicherer in Manndeckung zu halten, befürwortet der Bafin-Chef die Zinszusatzreserve. Kritiker wie BdV-Chef Axel Kleinlein mahnen an, dass Versicherer ihren Kunden dadurch rechtmäßig Gewinne vorzuenthalten und fordern die Rücknahme der in ihren Augen “überzogenen Reserve”.

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