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Kunstversicherung: Echtheitsrisiko derzeit gänzlich unversicherbar

16.04.2015 – Kunst_Tefaf_Harry_HeutsIm Jahr 2014 hat der Weltkunstmarkt das Transaktionsvolumen von 2007 erstmals wieder übertroffen: Die Umsätze aus dem Kunstverkauf lagen bei 51,2 Mrd. Euro. Der deutsche Markt macht zwei Prozent des Weltvolumens aus. Heute beginnt die Art Cologne, die weltweit älteste Messe für bildende Künste des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die Kunstversicherung ist zwar eine besondere Ausprägung der Transportversicherung, wird aber von relativ wenigen Marktteilnehmern unter Einsatz spezialisierter Ressourcen betrieben. Marktführer ist Axa Art, wesentliche Positionen besetzen Hiscox, Nationale Suisse, Allianz und Uniqa.

Versicherungsexperten auf dem Kunstmarkt sind gefragt. Das beweist die Klage des Maklers Willis gegen ehemalige Mitarbeiter, die zur Konkurrenz übergelaufen sind. Kunstversicherer nennen für die bedeutenden internationalen Messen, wie Tefaf oder Art Basel, Wertkumule zwischen zwei und drei Mrd. Euro.

“Das Problembewusstsein von Sammlern wächst”, erklärt Dietrich von Frank, Nationale Suisse. “Wer Provenienzrisiken versichern will, muss sich einen teuren zusätzlichen Stab zulegen. Kunstversicherer sollten sich auf ihre eigentliche Kompetenz beschränken. Das Echtheitsrisiko indes halten wir derzeit für gänzlich unversicherbar.” (vwh/cpt)

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Link: Report: Eine Frage des guten Geschmacks. Zum Kunstmarkt, Kunstversicherung und Provenienzrisiken, in: Versicherungswirtschaft 04/15 (Einzelbeitrag zu 3,81 Euro)

Bildquelle: Tefaf / Harry Heuts

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