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Kunstmesse Tefaf: Neue Risiken für Sammler

14.03.2014 – media_tefafmedia_TM2013LB54Heute öffnet in Maastricht die Tefaf ihre Pforten, die wohl bedeutendste Kunstmesse weltweit. Eine Reihe betuchter Sammler wird die Tefaf ansteuern. Die versicherten Werte des Maastrichter Kunst-Kumuls liegen in der Regel bei ca. drei Mrd. Euro. Versicherungsthema dürfte die neu aufkommende Art Title Insurance werden.

Mit von der Partie sind auf der Messe die auf Kunst spezialisierten Versicherer und Makler, allen voran Axa Art, aber auch Schweizer National, Hiscox und Aon. Die weltweite Kunstversicherungsprämie liegt zwischen 0,5 und einer Mrd. Euro.

Kunstsammler beziehungsweise Museen und ihre Financiers merken allmählich, dass neben den klassischen Risiken wie Diebstahl, Brand und Überschwemmung immer mehr die sich aus der Provenienz eines Werks entstehenden Risiken im Vordergrund stehen. Wiederholt ergeben sich nach Jahren des Neu-Besitzes unliebsame Überraschungen: Mal heißt es, das Werk sei infolge von Kriegs- oder revolutionären Wirren in unberechtigte Hände gelangt, mal wurden Exportverbote nicht beachtet oder verfügte ein nicht korrekt bevollmächtigter Erbe oder Museumskustos.

Diese neu ins Bewusstsein tretenden Risiken drohen dem ohnehin schon opaken und von unverhältnismäßig hohen Transaktionskosten (bei Auktionen ca. 30 Prozent im Vergleich von ca. einem Prozent beim Börsenhandel von Wertpapieren) gekennzeichneten Kunstmarkt zusätzlich zu behindern. Immer wieder ist derzeit von der Möglichkeit der „Title Insurance“ die Rede, einer Vermögensschadenversicherung, die im Fall von Provenienz-Disputen für den Rechtsschutz und gegebenenfalls auch den Ersatz des wirtschaftlichen Schadens sorgt. (cpt)

Foto: Kunstmesse Tefaf in Maastricht startet (Quelle: Tefaf)

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