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Hiscox: Kunst wird immer mehr im Netz gekauft

29.04.2014 – kunst-bild-museum-150Der Anteil von im Netz gekaufter Kunst nimmt zu. Das weltweite Marktvolumen ist 2013 auf fast 1,14 Mrd. Euro gestiegen. Damit erreichte der Onlineanteil etwa 2,4 Prozent des geschätzten Gesamtumsatzes von 47 Mrd. Euro am globalen Kunstmarkt.

Das sind die zentralen Ergebnisse des Hiscox Online Art Trade Report. Bis 2018, so die Prognose, gibt es ein anhaltendes Wachstum von knapp 20 Prozent im Onlinebereich auf dann rund 2,8 Mrd. Euro erreicht sein. Robert Read, Head of Fine Art bei Hiscox, fasst die Ergebnisse zusammen: „Onlinekunstplattformen bedienen alle Vorlieben und Budgets, sind allerdings vor allem für diejenige attraktiv, die gerade erst anfangen zu sammeln – der Kunstmarkt wird so um eine neue Dimension erweitert.“

Der Onlinekunstmarkt, so zeigt die Untersuchung, verdrängt traditionelle Galerien und Auktionshäuser nicht. Vielmehr lässt sich von einer Koexistenz sprechen, da 56 Prozent der Befragten weiterhin den konventionellen Kauf bevorzugen. Die größte Herausforderung des Onlinehandels ist, dass viele Käufer den Gegenstand eigenhändig inspizieren möchten. 82 Prozent sehen deshalb hier auch den größten Nachteil beim Onlinekauf von Kunst. Eine mögliche Lösung: 94 Prozent der Befragten würden mehr und detailliertere Informationen zu den angebotenen Objekten und Authentizitätszertifikate begrüßen.

„Der Onlinekunstmarkt entwickelt sich rapide. Die Unternehmen haben ein Geschäftsmodell entwickelt, das alle Arten von Sammlern anspricht: Neueinsteiger ebenso wie erfahrene Kunstkenner. Für traditionelle Galerien und Auktionshäuser eröffnet sich hier die Möglichkeit, bereits erworbene Fähigkeiten für das neue Online-Geschäft zu nutzen. Es bleibt aber abzuwarten, inwieweit dies auch gelingt und wie dies ihre Geschäfte beeinflussen wird“, erklärt Robert Read.

Die Chancen im Onlinekunstmarkt haben auch die großen Onlineanbieter erkannt: Der Internetriese Amazon stieg 2013 mit seinem Angebot „Amazon Art“ in den Markt ein. Berichten zufolge plant auch Ebay eine konkurrierende Onlineplattform für Kunst und Sammlerstücke. (vwh)

Foto: Wer Kunst nicht nur im Museum genießen will, legt sich Exponate vermehrt auch online zu. (Quelle: Jung/pixelio)

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