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Kreditvergaben von Versicherern in Österreich möglich

27.08.2013 – Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) verschickte vergangene Woche eine Novelle zur Kapitalanlagerordnung zur Begutachtung. Damit soll es Versicherern in Österreich möglich sein, direkt Kredite an Unternehmen zu vergeben. In Deutschland können Firmen schon seit längerem Kredite bei Versicherern beantragen.

Das eröffnet den Versicherern eine zusätzliche Möglichkeit, in Zeiten niedriger Zinsen ertragsstarkes Geschäft zu erwirtschaften. Die österreichische Finanzmarktaufsicht knüpft aus Gründen des sicheren Erhalts der Kundengelder die Kreditvergaben an Bedingungen. So dürfen Versicherer maximal fünf Prozent ihrer Rückstellungen für derartige Darlehen aufwenden. Überdies müssen Firmen, die einen Kredit erhalten wollen, eine gut bis sehr gute Bonität aufweisen. Zudem ist ein niedriges Risikoprofil der Unternehmen erforderlich. Auf die Banken kommt hier weitere Konkurrenz zu. Die Institute bauen wegen der strengeren Eigenkapitalvorschriften (Basel II) Risikopositionen ab. Künftig müssen diese mit den Versicherern um die besten Unternehmen kämpfen.

In Deutschland vergab die Allianz im Jahr 2012 Firmendarlehen von rund 16 Milliarden Euro. Mittelfristig will der Versicherer das Volumen auf 25 Milliarden Euro steigern. Die österreichische Finanzmarktaufsicht schätzt ein Finanzierungsvolumen im Land von 4,2 Milliarden Euro. Die Begutachtung für den FMA-Entwurf soll einige Wochen dauern. Bis zum Jahresende sollen die Versicherer in das Kreditgeschäft einstiegen können.

Link: Versicherer vergeben Kredite

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