Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Korea: Vertragstechnischer Unfall bei Selbstmördern

28.04.2014 – mann-bruecke-sonnenuntergang-150Selbstmord fast doppelt so teuer für koreanische Lebensversicherer wie natürliches Ableben? Ein entsprechender Fehler in den allgemeinen Geschäftsbedingungen könnte die südkoreanische Versicherungswirtschaft knapp zwei Mrd. US-Dollar kosten.

Die Entscheidung der oberstehen Finanzbehörde (FSS) steht laut Joong Ang Daily unmittelbar bevor: Bis zum April 2010 wurde ein Suizid auszahlungstechnisch behandelt wie ein tödlicher Arbeitsunfall oder eine Naturkatastrophe – laut Vertrag. Bis zur Korrektur der fehlerhaften Passage seien die Beträge allerdings nicht ausbezahlt worden. Die Verbraucherzentralen rechnen mit knapp zwei Mrd. Dollar. Jetzt muss die FSS entscheiden, ob es sich bei dem Vertragsfehler um einen reinen Formulierungsfehler handelt, der laut Oberstem Gerichtshof keine Auswirkung auf den Vertragsinhalt hatte oder ob die Versicherer die höheren Summen für Selbstmörder bezahlen müssen.

Ein Sprecher der Versicherungswirtschaft indes stellte klar: “Es ist ja wohl klar, dass ein Suizid kein Unfall ist. Die Standardverträge, die von den meisten Versicherern benutzt wurden, enthielten lediglich Formulierungsfehler.” Betroffen seien Fälle von 2003 bis 2010. (vwh)

Foto: Vor und nach dem Sprung: Ein vertragstechnischer Unfall könnte die südkoreanische Versicherungswirtschaft bei Selbstmördern teuer zu stehen kommen. (Quelle: Kusajda/ pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten