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Konsumklima stabil, Sparneigung erhöht

27.03.2014 – Konsum_Reckmann_pixelio.deDie Stimmung der Verbraucher ist auch im März gut. Allerdings zeigt sich kein einheitlicher Trend in den Einzelbewertungen zum Konsumklima, so die Ergebnisse der aktuellen GfK-Konsumklimastudie. Mit 8,5 Zählern bewegt sich der Gesamtindikator unverändert auf hohem Niveau.

Rund 2.000 Verbraucher befragt das Nürnberger Meinungsforschungsinstitut GfK monatlich. In das Stimmungsbild der Bürger fließen die Konjunkturaussichten, die Anschaffungs- sowie die Sparneigungen und die Einkommenserwartungen ein.

Die Sparneigung erreichte zuletzt einen historischen Tiefstand und konnte jetzt erstmals wieder um zwölf Punkte dazu gewinnen. Allerdings bewegt sich diese noch auf einem sehr niedrigen Niveau. In den vergangenen Jahren bevorzugten die Verbraucher aufgrund der niedrigen Zinsen eher werthaltige Güter zu kaufen. Sie legten zum Beispiel ihr Geld in Immobilien an. Die „signifikant erhöhte Sparneigung”, so ein GfK-Sprecher gegenüber VWheute, „könnte mit den Ereignissen in der Ukraine zusammenhängen”. Die Unruhen in Kiew sorgten anscheinend für Verunsicherung bei den Verbrauchern. Die Befragung der GfK erfolgte vor der letzten Eskalationsstufe auf der Krim mit dem Referendum sowie der Annexion durch Russland.

Mit Blick auf die Konjunkturerwartungen äußerten sich die Verbraucher bei der jetzigen Messung positiver als im Vormonat. Wie sich die aktuellen Ereignisse auf der Krim mit den Folgen von Wirtschaftssanktionen durch die EU gegenüber Russland in der Stimmung der Verbraucher auswirken, bleibt abzuwarten, so die GfK. Das Meinungsforschungsinstitut hält es für möglich, dass sich dieses Stimmungsbild in der nächsten Konsumklimastudie verändert. Einen Vorboten lieferte jetzt das Münchener Ifo-Institut mit seinem Geschäftsklimaindex. 7.000 Manager werden dort monatlich zur aktuellen Lage und ihren Erwartungen befragt. Nun ist dieser nach vier Anstiegen in Folge gesunken. (ki)

Foto: Die Krimkrise ist im aktuellen GfK-Bericht noch nicht eingepreist. Ob die Kauflust nachlässt, zeigt sich in einem Monat. (Quelle: Reckmann/ pixelio)

Link: Geschäftsaussichten weniger optimistisch. (Tagesreport, 26.03.2014)

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