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König: „Bankenunion ja, Versicherungsunion nein“

15.01.2015 – bafin_KoenigAnders als bei den Banken und absehbar auch bei den Kapitalmärkten ist eine „Versicherungsunion“ für die europäische Politik nach den Worten der scheidenden Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kein Thema. „Sie hat auch keinen Grund dazu“, sagte Elke König beim Neujahrspresseempfang.

Wer ihre Nachfolge antritt, wenn König Ende Februar an die Spitze der noch aufzubauenden EU-Bankenabwicklungsbehörde Single Resolution Boards (SRB) wechselt, ist weiterhin offen.

Wie in den Vorjahren empfahl sie gegen die Folgen der Niedrigzinsphase Kostensenkung und Produktinnovationen. „Subjektiv empfinden die Kunden viele Produkte als unverständlich und zu komplex“, kritisierte sie und forderte: „Die Unternehmen müssten ihre Produkte für die Kunden verständlich machen, damit diese ihren Nutzen nachvollziehen könnten. Transparenz im Vertrieb ist das A und O. Die neue europäische Vermittlerrichtlinie wird hierfür neue Leitplanken vorgeben“.

Die Lage der Lebensversicherer bleibt angespannt: „Unsere Stresstests und Prognoserechnungen zeigen zwar nach wie vor, dass die Unternehmen kurz- bis mittelfristig ihre Leistungsversprechen erfüllen können.“ Blieben die Zinsen weiterhin so niedrig, müssten sich die Lebensversicherer in der 16jährigen Übergangsphase auf das neue Eigenkapitalregime Solvency ll „sehr anstrengen, um ihre Kapitalbasis hinreichend zu stärken“, so König. (lie)

Bild: Noch-Bafin-Chefin Elke König beim Neujahrsempfang. (Quelle: lie)

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