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Kombinierbaren PKV-Baukastentarifen gehört die Zukunft

02.12.2013 – In der privaten Krankenvollversicherung werden sich kombinierbare Baukastentarife durchsetzen, allerdings nicht mehr als drei Module je Produkt. Zu dieser Einschätzung kommen Professor Torsten Harms von der ISS International Business School in Hamburg, Professor Tilo Böhmann, Leiter des Arbeitsbereichs IT-Management & Consulting im Fachbereich Informatik der Universität Hamburg, sowie seine wissenschaftliche Mitarbeiterin, Regine Dörbecker, in einem Gastbeitrag der aktuellen Ausgabe Versicherungswirtschaft.

Die Wissenschaftler berufen sich auf eine Untersuchung des Analysehauses Franke und Bornberg. Dort wurden die Vollversicherungsangebote für Angestellte von 24 Versicherern untersucht. Die Unternehmen decken etwa 93 Prozent des PKV-Bestandes in diesem Sektor ab. Dabei bezog sich die Analyse auf kombinierbare und integrale Bausteine. Kombinierbare zeichnen sich dadurch aus, dass einzelne Tarifbausteine durch andere ersetzt werden können. Integrale Angebote bedeuten hingegen, dass einzelne Tarifbausteine nur in einer bestimmten „erzwungenen Kombination”, so die Autoren, „erworben werden können”.

Ersichtlich wurde, dass eine flexibel kombinierbare Produktlandschaft eine deutlich höhere Angebotsvielfalt ermöglicht. „Die Versicherer mit integraler Angebotsstruktur bieten im Durchschnitt vier unterschiedliche Angebote (ohne Selbstbehalt-Variationen) an, die mit flexibel kombinierbarem Angeboten 22,7.

Generell konstatieren die Autoren, dass Baukastentarife „die Möglichkeit zu schnelleren Produkt-Updates” schaffen, indem nur einzelne Bausteine überarbeitet werden. Auch aus Vertriebssicht erscheinen diese Tarife ihrer Meinung nach als attraktiv. Die Wissenschaftler sehen allerdings auch Nachteile. Die selektive Auswahl von vorteilhaften Leistungen für den Kunden führe „zu höheren Beiträgen für diese Module”.  Zum anderen könnten „modulare Strukturen eine angestrebte Einführung von neuen Tarifen aus regulatorischer Sicht erschweren, da hier grundsätzlich auch hinsichtlich des Leistungsspektrums eine Abgrenzung von Altverträgen vorgenommen werden muss”. (vwh)

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