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Köln eher Raser-Hauptstadt als Berlin

27.08.2015 – Raser _ GDVDie Unfallforscher der Versicherer haben in Köln anonyme Geschwindigkeitstest durchgeführt und festgestellt, dass für die Messreihe mehr als 1,1 Mio. an Bußgeldern fällig geworden wären. Wenn es sich um offizielle Blitzer gehandelt hätte, wären zudem 2.520 Punkte und 481 Monate Fahrverbot die Folge gewesen.

Zu Forschungszwecken hat die Unfallforschung der Versicherer den Verkehr auf Kölner Straßen in den Blick genommen. Wo 50 Stundenkilometer erlaubt war, fuhren in Köln rund zwölf Prozent der Fahrzeuge, also jedes achte, schneller als 55 km/h (Berlin: rund vier Prozent). Gleichzeitig gab es mehr als 15.800 Fahrzeuge mit über 60 km/h (Berlin: 6.700). 670 Raser waren mit mehr als 80 km/h unterwegs – im Schnitt allein an den Messstellen alle zwei Minuten einer (Berlin 126, alle zwölf Minuten einer).

Noch häufiger sind in Köln die Überschreitungen auf Tempo 30 Strecken: Mehr als jeder vierte (27 Prozent) fährt dort schneller als 35. In Berlin war es jeder sechste (17 Prozent). Spitzentempo in Köln bei erlaubtem Tempo 30: 138 km/h.

Siegfried Brockmann, Leiter der UDV, verbindet die Veröffentlichung der Ergebnisse mit der Forderung: “Bei deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen sollten Bußgelder überproportional erhöht werden.” (vwh/ku)

Bildquelle: GDV

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