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Kognitive Systeme für Wissensvorsprung

14.04.2016 – Digital_Fotolia_92690281Die Vorteile kognitiver Systeme werden sich nicht in einem einzigen “Big Bang” realisieren lassen. Vielmehr würden diese Systeme involvieren und stetig steigenden Wert schaffen. Diesen Ansatz erläutern Stefan Riedel, IBM-Versicherungschef in Deutschland, und weitere Experten beim IBM-Versicherungskongress. Den Versicherern werden diese Systeme demnach erlauben, agiler, innovativer und besser mit ihren Kunden verbunden zu werden.

Ein Beispiel ist “Cognitive Insurance” in der VKB, über das Martina Vogel von der Versicherungskammer Bayern auf dem IBM Versicherungskongress berichtet hat. Dort werden Kundenbeschwerdebriefe von einem kognitiven System schneller ausgewertet. Dabei geht es um die Analyse und Gewichtung von Textpassagen, ihre Bedeutung im kontextuellen Zusammenhang und unterm Strich um eine deutlich beschleunigte Fallabwicklung für die jeweilige Sachbearbeitung.

So ist auch in Kooperation mit der MSG-Gruppe die “Schadenmeldung in 60 Sekunden” entstanden. IBM geht es hier darum, einen innovativen Ansatz für eine Hausrat-Schadenmeldung von einem mobilen Endgerät zu initiieren. Hierbei wurde darauf Wert gelegt, dem Versicherungskunden eine einfache, intuitive Bedienung ohne Medienbrüche zur Verfügung zu stellen.

Ziel der Anwendung, die gestern präsentiert wurde, in möglichst wenigen Schritten einen Schaden zu melden und eine Abwicklung anzustoßen. Nach einem Blitzeinschlag ging es bei der Präsentation darum, den Schaden am Fernsehgerät zu melden. Durch Nutzung von zusätzlichen Services ließ sich gar ein Ersatz- oder Neugerät beschaffen. Hierdurch wollen die Kooperationspartner einen Mehrwert für beide Seiten erzeugen, der sich in Schnelligkeit für den Kunden und Transparenz für das Versicherungsunternehmen widerspiegelt.

Wie Versicherer im Schadenfall schneller in der Risikobewertung und Schadenprüfung in ICIS+ mit Google Maps, Twitter und Onlinediensten arbeiten, darüber berichten Vertreter der WGV-Informatik.

Welches Potenzial in den Daten der Versicherer in Kombination mit weiteren öffentlich zugänglichen Informationsquellen liegt, ist ein zentrales Thema des IBM-Versicherungskongresses in Potsdam (siehe DOSSIER). Diese Möglichkeiten dienen aber nicht nur der weiteren Steigerung der Betriebseffizienz und Dateneffektivität, erklärt Riedel. Wer es versteht, sich die richtige Kombination zunutze zu machen, wird als Versicherer im Wettbewerb um den Kunden die berühmte Nasenlänge voraus sein. (vwh/ku)

Bildquelle: Fotolia

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